Im dritten Quartal 2020 beherrschten neben der Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen der nahende Brexit und die bevorstehende US-Wahl die Märkte. Und auch in diesem Quartal war wieder ein hohes Marktaufkommen festzustellen, wobei im Zertifikatehandel eine Tendenz zu deutlich kleineren Einheiten vorherrschte.

„Im Verhältnis zum überaus starken 2. Quartal stieg die Anzahl der Trades noch einmal um 1,2 Prozent, während die Umsätze in Zertifikaten um 14,5 Prozent sanken“, erläutert Dr. Robert Ertl, Vorstand der Bayerischen Börse AG. „Wie stark der Handel insgesamt noch immer ist, zeigt der Vergleich mit dem 3. Quartal 2019: Hier legten die Trades um 129,4 Prozent und das Volumen um 14,5 Prozent zu ! In den ersten neun Monaten 2020 stiegen die Trades um 166,7 Prozent und das Volumen um 53,0 Prozent gegenüber 2019.

Die Zahlen des 3. Quartals 2020

Auf gettex sind derzeit die beiden Emittenten HVB onemarkets und HSBC Deutschland als Market Maker für ihre insgesamt etwa 210.000 Zertifikate (Anlage- und Hebelprodukte sowie Optionsscheine) aktiv. Die Orderausführungen (Trades) kletterten bei HVB onemarkets von 56.515 im zweiten Quartal auf 58,205 um 3 Prozent und bei HSBC Deutschland sanken sie von 30.268 um 2,2 Prozent auf 29.617. Im Durchschnitt betrug die Ordergröße bei HVB onemarkets 2.959 (3263) Euro und bei HSBC 3.162 (4.176) Euro.

Mit Zertifikaten von HVB onemarkets erzielte gettex im dritten Quartal 2020 einen Orderbuchumsatz in Höhe von 172 Mio. Euro (184 Mio. Euro im zweiten Quartal) – ein  Minus von 6,6 Prozent. Bei den Produkten von HSBC Deutschland fiel der Orderbuchumsatz von 126 Mio. Euro um 25,9 Prozent auf 93,7 Mio. Euro.

Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019 steigerten sich bei HSBC sowohl das Orderbuchvolumen um 219,2 Prozent als auch die Trades um 311,0 Prozent. Bei HVB onemarkets legten die Trades um 123,4 Prozent und das Orderbuchvolumen um 16,9 Prozent zu.

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