In den letzten drei Jahrzehnten hat das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ und seine Vorgängerprogramme mehr als zehn Millionen Teilnehmern Lebenserfahrungen in einem anderen europäischen Land vermittelt. 2018 konnten zudem die Mittel für das Programm gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent aufgestockt werden.

Der für die Förderung unserer europäischen Lebensweise zuständige Vizepräsident Margaritis Schinas erklärte dazu: „In ganz Europa bringen sich Menschen ein, tauschen sich aus und lernen Neues, wenn sie über Grenzen hinweg an Bildungs-, Jugend- und Sportaktivitäten teilnehmen. Erasmus+ ist ein fantastischer gemeinsamer Erfolg, den wir noch ausweiten sollten durch mehr Teilnehmende, mehr Vielfalt und mehr Möglichkeiten.“

Bei der Eröffnung einer Veranstaltung mit Interessenträgern zum neuen Programm Erasmus+ in Brüssel sagte die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend Mariya Gabriel: „Erasmus+ hat für unsere jüngeren Generationen das Tor nach Europa und zur ganzen Welt geöffnet. Dieses Programm ist ein besonders greifbarer Erfolg der EU: Es bringt Menschen auf dem gesamten Kontinent zusammen, vermittelt ein Gefühl von Zugehörigkeit und Solidarität, verbessert die Qualifikationen und damit die Beschäftigungsaussichten der Teilnehmenden.“

Mit einem Budget von 2,8 Mrd. Euro war 2018 ein weiteres Rekordjahr. Im Jahresverlauf bezuschusste Erasmus+ über 23.500 Projekte und unterstützte 2018 insgesamt mehr als 850.000 Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte und Jugendbetreuer bei ihren Mobilitätsmaßnahmen. Fast 10 Prozent der 470.000 Studierenden, Praktikanten und Beschäftigten an Hochschulen, die im Studienjahr 2017/2018 ein Stipendium erhielten, absolvierten ihren Aufenthalt in oder kamen aus Partnerländern auf der ganzen Welt.

Erasmus+ unterstützte nicht nur Studierende und Hochschulpersonal, sondern auch 40.000 Lehrkräfte und Schulmitarbeiter/innen, 148.000 Auszubildende, 8.400 Beschäftigte in der Erwachsenenbildung und 155.000 Jugendliche und Jugendbetreuer/innen.

Im Rahmen des Programms wurden auch 199 Sportprojekte finanziert, von denen 118 von Breitensportorganisationen durchgeführt wurden. Erasmus+ unterstützte zudem die jährlich stattfindende Europäische Woche des Sports, die mit mehr als 50.000 Veranstaltungen in ganz Europa einen beispiellosen Erfolg verzeichnete.

Dank einer großen Schnittmenge mit dem Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 befassten sich viele der von Erasmus+ geförderten Maßnahmen mit der Bedeutung des europäischen Kulturerbes.

Seit 2018 unterstützt Erasmus+ auch die Initiative, den Europäischen Bildungsraum bis 2025 Wirklichkeit werden zu lassen. Die Initiative „Europäische Hochschulen“ hilft Hochschuleinrichtungen dabei, neue starke Allianzen zu schließen.

Hintergrund

Erasmus+ und seine Vorläuferprogramme zählen zu den erfolgreichsten Programmen der Europäischen Union. Seit 1987 bieten sie jungen Menschen die Möglichkeit, im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln. Das derzeitige Programm Erasmus+ läuft von 2014 bis 2020 und ist mit einem Budget von 14,7 Mrd. Euro ausgestattet. Es soll 3,7 Prozent der jungen Menschen in der EU ermöglichen, ein Studium, eine Ausbildung, ein Praktikum oder eine Freiwilligentätigkeit im Ausland zu absolvieren. Auch das geografische Zielgebiet des Programms ist erheblich gewachsen: von 11 Ländern im Jahr 1987 auf 34 im Jahr 2020 (darunter alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Nordmazedonien, Serbien und die Türkei). Außerdem steht das Programm Partnerländern in aller Welt offen.

Im Mai 2018 legte die Kommission ihren Vorschlag für ein ehrgeiziges neues Erasmus-Programm vor, dessen Budget im neuen langfristigen Unionshaushalt für den Zeitraum 2021–2027 auf 30 Mrd. Euro verdoppelt werden soll. Das Programm soll damit noch inklusiver, internationaler und zugänglicher für Menschen mit unterschiedlichen Hintergrundsituationen werden.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Erasmus+ und seine Vorläuferprogramme: eine prägende Lebenserfahrung für 10 Millionen junge Europäerinnen und Europäer

Fragen und Antworten

Erasmus+-Jahresbericht 2018, allgemeine und länderspezifische Informationsblätter

Pressekontakt: Gabriele Imhoff , Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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