„Jetzt ist es an der Zeit, mutig und ehrgeizig zu sein bei den Maßnahmen, die aus dem EU-Haushalt unterstützt werden. Das Parlament möchte zusammen mit anderen Institutionen eine Schlüsselrolle in diesem Prozess einnehmen und dazu beitragen, das bestmögliche Hilfsinstrument für die europäische Wirtschaft und ihre Bürger daraus zu machen. Es muss dringend eine Einigung über das Wiederaufbauprogramm und den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen erzielt werden“, sagte der Präsident des Europäischen Parlaments David Sassoli.

„Die Abgeordneten hatten vor der aktuellen Krise sehr ehrgeizige Ziele formuliert. Es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, unsere Ambitionen runterzuschrauben und uns mit einem Plan und einem Haushalt zu begnügen, die den vor uns liegenden Herausforderungen nicht gerecht werden.“

„Das Wiederaufbauprogramm muss umfangreich ausfallen und einen echten Mehrwert liefern, und es muss in einen starken MFR eingebettet sein. Wir dürfen unsere langfristigen Investitionen und strategischen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Die Krise hat das Ungleichgewicht zwischen den europäischen Regionen verstärkt. Das Wiederaufbauprogramm sollte dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.“

„Für unsere Mitgliedstaaten, Unternehmen und betroffenen Arbeitnehmer müssen jetzt Mittel verfügbar sein. Der Faktor Zeit ist von entscheidender Bedeutung.“

„Als Haushaltsbehörde muss das Parlament an der Gestaltung des Wiederaufbauprogramm beteiligt werden. Wir werden uns auch kritisch mit dem überarbeiteten Vorschlag des MFR befassen, und wir wiederholen unsere Forderung nach einem Notfallplan.“

„Die Parlamentarier müssen volles Mitspracherecht darüber haben, wo das Geld investiert wird, da sie für die Bürger und das Gemeinwohl stehen. Wie es seit Beginn seiner Amtszeit gezeigt hat – das Parlament ist kein Briefkasten.“

„Die von der Kommission angekündigte Anhebung der Eigenmittelobergrenzen ist positiv, aber sie sollte von Dauer sein und mit neuen Eigenmitteln einhergehen, die eine Voraussetzung für jede Einigung über den MFR bleiben.“

„Ganz Europa ist von der gegenwärtigen Krise betroffen. Wir, die wir Europa in diesen Zeiten führen, müssen dieser Herausforderung gerecht werden. Wir müssen die Schwächsten schützen. Mehr denn je muss Europa nun Stärke beweisen und für alle Europäer arbeiten, die in diesem Augenblick der Krise auf uns blicken“, so Sassoli abschließend.

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