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Langfristiger EU-Haushalt: Nettosalden sind kein fairer Maßstab

Das Konzept der Nettosalden kann weder den Nutzen der Teilnahme der EU-Mitgliedstaaten am Binnenmarkt messen, noch kann es den Mehrwert einer gemeinsamen Politik etwa im Kampf gegen den Terrorismus oder den Klimawandel abbilden. Nettosalden bilden auch nicht die Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen aus den alten Mitgliedstaaten ab. So profitieren deutsche Unternehmen zum Beispiel von Investitionen aus EU-Strukturfonds in Polen.

Studien zeigen, dass die Vorteile der Integration in den Binnenmarkt die nationalen Beiträge der Mitgliedstaaten in den EU-Haushalt um ein Vielfaches übersteigen. Für Deutschland zum Beispiel wird der jährliche, durchschnittliche Bruttobeitrag für die Jahre 2021-2027 auf Basis des Kommissionsvorschlags (zu Preisen von 2018) bei 32,76 Mrd. Euro veranschlagt. Die jährlichen Einkommenssteigerungen in Deutschland, die nach konservativen Schätzungen für diesen Zeitraum auf die Teilnahme am Binnenmarkt zurückzuführen sein werden, übersteigen diese Summe um mehr als das Sechsfache (208 Mrd. Euro).

Einfach ausgedrückt: Die EU trägt wesentlich zur Wirtschaft ihrer Mitgliedstaaten bei, und dies muss bei allen vorgelegten Berechnungen berücksichtigt werden.

Weitere Informationen:
Zusätzliche Zahlen vom 5. November 2019 für die Debatte um den EU-Haushalt ab 2021

Factsheet: Finanzierung des EU-Haushalts

Factsheet: Ein moderner EU-Haushalt auf der Höhe der Herausforderungen

Kommissionsvorschlag vom 2. Mai 2018 für den langfristigen EU-Haushalt ab 2021

Haushaltskommissar Oettinger weist Berichte über „EU-Beitrags-Hammer“ für Deutschland zurück

Pressekontakt: Pressekontakt: Reinhard Hönighaus , Tel.: +49 (30) 2280-2300

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