Die Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Elisa Ferreira, sagte: „In den Städten leben rund 40 Prozent der EU-Bevölkerung. Sie stehen bei einigen der wichtigsten Herausforderungen Europas in der ersten Reihe. Infektionen mit dem Coronavirus zum Beispiel trafen zuerst die größten und stärker vernetzten Städten Europas wie Mailand und Madrid, bevor sie sich auf kleinere Zentren und ländlichere Regionen ausbreiteten. Es ist daher äußerst wichtig, dass wir uns der Bedürfnisse der Menschen in den Städten bewusst sind und uns bei unserer Politikgestaltung davon leiten lassen.“

Unter den EU-Städten ist die Zufriedenheit in den Städten im Norden und Westen am höchsten (94 Prozent bzw. 92 Prozent). Im Durchschnitt schneiden die Städte in den südlichen EU-Mitgliedstaaten schlechter ab (83 Prozent), was insbesondere auf die niedrigen Werte in Griechenland und den süditalienischen Städten zurückzuführen ist.

Insgesamt ist die Zufriedenheit mit der Lebensqualität in den Hauptstädten schlechter (87 Prozent) als in den anderen Städten (91 Prozent). Während Hauptstädte zwar mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und Annehmlichkeiten bieten, werden sie aber auch als Städte wahrgenommen, die eine schlechtere Qualität der öffentlichen Dienstleistungen und weniger erschwingliche Wohnmöglichkeiten bieten.

In den meisten osteuropäischen Städten ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass sich die Lebensqualität in den letzten fünf Jahren verbessert hat, in Stockholm, Barcelona und München hat sich hingegen eine Verschlechterung ergeben. Dagegen fühlen sich 91 Prozent der Befragten in München sicher, wenn sie nachts in der Stadt unterwegs sind, in Berlin gaben 25 Prozent an, in den letzten Monaten bestohlen worden zu sein, in Stockholm dagegen nur 9 Prozent.

Für den Bericht wurden 58.100 Interviews in 83 Städten durchgeführt. Der Bericht und das Begleitmaterial (einschließlich Daten und interaktive Tools) sind online verfügbar.

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Daily News vom 13. Oktober 2020

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