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EU stockt Hilfen im Kampf gegen Heuschreckenplage in Ostafrika auf

Jutta Urpilainen‚ EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, sagte: „Wir müssen die Fähigkeit verbessern, gemeinsam auf solche Bedrohungen zu reagieren.“ Jetzt sei entschlossenes Handeln nötig, um eine schwere Krise zu vermeiden, die Ursachen dieser Naturkatastrophe zu bekämpfen sowie die Existenzgrundlagen und die Nahrungsmittelerzeugung zu erhalten.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat einen Reaktionsplan ausgearbeitet, doch die Maßnahmen der Länder müssen rasch ausgeweitet werden, um die nationalen Regierungen der betroffenen Länder zu unterstützen. Die Zeit ist begrenzt, um die katastrophale Plage einzudämmen und die Existenzgrundlage von Millionen schutzbedürftiger Menschen in Ostafrika und darüber hinaus zu schützen.

Die EU arbeitet mit ihren Partnern im Globalen Netzwerk gegen Ernährungskrisen zusammen, um eine rasche Reaktion zu ermöglichen. Diese Partnerschaft, an der die EU, die FAO, das Welternährungsprogramm und andere Interessenträger beteiligt sind, wurde geschaffen, um nachhaltige Lösungen für Ernährungskrisen weltweit zu ermöglichen.

Der heute angekündigte EU-Beitrag in Höhe von 10 Mio. Euro ergänzt die Anlaufhilfe von 1 Mio. Euro, die bereits aus Mitteln für humanitäre Hilfe bereitgestellt wurden. Die EU wird ein gemeinsames Konzept der humanitären Hilfe und Entwicklung verfolgen, um die Krise zu bewältigen und die Existenzgrundlagen zu schützen.

Hintergrund

Die Wüstenheuschrecke gilt als der gefährlichste wandernde Schädling der Welt. Ernte- und Lebensmittelverluste in den betroffenen Gebieten können enorm sein, mit dramatischen Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Existenzgrundlagen.

Die Lage in Ostafrika hat sich im vergangenen Monat rasch verschlechtert. Vor allem während der langen Regenzeit, die im März beginnt, können sich die Wüstenheuschrecken rasant vermehren und in der Region ausbreiten. Ernte- und Weideschäden werden bereits aus Kenia, Äthiopien und Somalia, den drei am stärksten betroffenen Ländern, gemeldet, aber solche Verluste könnten rasch auch in anderen Nachbarländern, insbesondere Dschibuti, Eritrea, Südsudan, Tansania und Uganda, zu verzeichnen sein. Jemen, Sudan, Iran, Indien und Pakistan sind ebenfalls gefährdet.

Im Reaktionsplan der FAO wird davon ausgegangen, dass für die dringendsten Maßnahmen sowohl zur Bekämpfung der Wüstenheuschrecke als auch für Schutz und Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Existenzgrundlage rund 70 Mio. Euro benötigt werden. Mit den heute ankündigten 10 Mio. Euro haben die EU und die internationalen Partner bisher insgesamt 29,4 Mio. Euro für den Plan bereitgestellt.

Weitere Informationen:

Die vollständige Pressemitteilung

Das Globale Netzwerk gegen Ernährungskrisen

Pressekontakt: Laura Bethke , Tel.: +49 (30) 2280- 2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail der telefonisch unter (030) 2280 2900.

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©Europäische Union

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