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EU mobilisiert Soforthilfe nach Erdbeben in Kroatien

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte gestern (Sonntag) in ihrem Telefonat mit dem kroatischen Premierminister Andrej Plenković die volle Solidarität der EU-Kommission mit Kroatien. Im Rahmen des Katastrophenschutzmechanismus hat die Europäische Kommission dabei geholfen, als Sofortmaßnahme Zelte, Betten, Matratzen, Heizgeräte und Schlafsäcke aus Slowenien, Ungarn, Österreich und Italien zu mobilisieren, damit diese rasch in die betroffenen Gebiete geschickt werden können.

Das EU-Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen ist rund um die Uhr einsatzbereit und steht in ständigem Kontakt mit den kroatischen Behörden.

Hintergrund

Das Katastrophenschutzverfahren der Union stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten/teilnehmenden Staaten im Bereich des Katastrophenschutzes, um die Katastrophenprävention, -bereitschaft und -bewältigung zu verbessern. Durch das Verfahren spielt die Europäische Kommission eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung der Reaktion auf Katastrophen in Europa und weltweit.

Wenn das Ausmaß eines Notfalls die Kapazitäten eines Landes übersteigt, kann dieses im Rahmen des Verfahrens um Hilfe ersuchen. Sobald das Verfahren aktiviert ist, wird darüber die von den Mitgliedstaaten/teilnehmenden Staaten spontan angebotene Hilfe koordiniert. Zudem hat die EU den Europäischen Katastrophenschutz-Pool eingerichtet, damit ausreichende, jederzeit einsetzbare Katastrophenschutzkapazitäten zur Verfügung stehen und so ein umfassenderes und kohärentes gemeinsames Eingreifen ermöglicht wird.

Inzwischen beteiligen sich alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro und die Türkei an dem Verfahren. Seit seiner Einrichtung im Jahr 2001 sind beim EU-Katastrophenschutzverfahren über 300 Hilfeersuchen für Einsätze innerhalb und außerhalb der EU eingegangen.

Weitere Informationen:

Daily News vom 23. März 2020

Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen

Hintergrundinformationen zum EU-Katastrophenschutzverfahren

Pressekontakt: Laura Bethke , Tel.: +49 (30) 2280-2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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©Europäische Union

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