„Wir sind nach wie vor entschlossen, den Bedürftigen beizustehen und die humanitären Hilfsorganisationen, die in der Region tätig sind, zu unterstützen“, so Stylianides weiter. Die heute angekündigten Mittel erhalten humanitäre Organisationen in Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger für folgende Zwecke:

  • Förderung des Zugangs zu Nahrungsmitteln und grundlegenden sozialen Diensten wie Gesundheitsversorgung, Schutz und Bildung,
  • Unterstützung von Vertriebenen und ihren Aufnahmegemeinschaften und
  • Unterstützung entsprechend ausgestatteter humanitärer Organisationen bei der raschen Bedarfsdeckung im Falle plötzlich eintretender humanitärer Krisen.

Die EU ist einer der größten Geber humanitärer Hilfe für die Sahelzone. Mit den heute angekündigten Mitteln beläuft sich die Gesamtfinanzierung der EU für humanitäre Hilfe in der Sahelzone im Jahr 2019 auf über 187 Mio. Euro.

Die Hilfsorganisationen, die von der EU unterstützt werden, helfen bei der Nahrungsmittelsoforthilfe, Unterkünften und Wasser- und Sanitärversorgung, bei der Ernährung von unterernährten Kindern sowie bei der Unterstützung von Gesundheitszentren und der medizinischen Untersuchung von Kindern, die von Unterernährung bedroht sind.

Hintergrund

Die Menschen in der Sahelzone sind zahlreichen, eng miteinander verknüpften Bedrohungen ausgesetzt, wie z. B. bewaffneten Konflikten, Klimakatastrophen, Nahrungsmittelknappheit und Seuchen. Es wird geschätzt, dass in den fünf Ländern der Sahelzone, die im Rahmen dieses Hilfepaket unterstützt werden, 12,7 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigen, darunter über 4,3 Millionen Menschen, die Nahrungsmittelsoforthilfe brauchen.

Infolge der raschen Ausbreitung von Konflikten und der zunehmenden Nahrungsmittelknappheit ist die Zahl der Vertriebenen in der Region seit Jahresbeginn um mehr als 520 000 auf über zwei Millionen Menschen gestiegen.

Weitere Informationen:

Factsheets Sahelzone

Flickr-Album mit Projektbeispielen aus Mauretanien (2019)

Pressekontakt: Laura Bethke , Tel.: +49 (30) 2280-2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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