Chancen für Unternehmen und Verbraucher

Gemeinsame EU-Maßnahmen werden verhindern, dass Mitgliedstaaten unterschiedliche Gesetze beschließen, und dazu beitragen, eine Fragmentierung des EU-Marktes zu vermeiden, indem es künftig für Unternehmen einfacher und attraktiver wird, barrierefreie Produkte und Dienstleistungen in der Europäischen Union und im Ausland zu verkaufen.

Die neuen Vorschriften werden den Wettbewerb zwischen den Wirtschaftsteilnehmern und den freien Verkehr barrierefreier Produkte und Dienstleistungen fördern. Es wird erwartet, dass so die Auswahl erweitert und die Kosten für barrierefreie Produkte und Dienstleistungen für die Verbraucher gesenkt werden. Dadurch wird die Autonomie von älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen verbessert, was sich wiederum, langfristig gesehen, positiv auf die öffentlichen Haushalte auswirken könnte.

Für einige Kleinstunternehmen werden aufgrund ihrer Größe und begrenzten Ressourcen Ausnahmeregelungen gelten. Sie werden jedoch dazu aufgefordert, Produkte herzustellen und zu vertreiben bzw. Dienstleistungen zu erbringen, die den Anforderungen der neuen Vorschriften zur Barrierefreiheit entsprechen. Die Mitgliedstaaten müssen den Kleinstunternehmen Leitlinien vorgeben, um die Umsetzung der Rechtsvorschriften zu erleichtern.

Nächste Schritte

Der endgültige Text trifft in Kraft, sobald er auch vom Ministerrat formell genehmigt und im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde. Die Mitgliedstaaten haben drei Jahre Zeit, um die neuen Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen und sechs Jahre, um sie anzuwenden. 

Erfahren Sie hier mehr zu den Maßnahmen der EU im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

©Europäische Union