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Artikel – LUX-Filmpreis 2019: Drei Filme im Finale

Die Shortlist des LUX-Filmpreises 2019 wurde am 23. Juli auf einer Pressekonferenz in Rom verkündet. Die drei Finalistenfilme sind:

  • Cold Case Hammarskjöld (deutscher Titel: Wer tötete Dag Hammarskjöld?) – von Mads Brügger (Koproduktion aus Dänemark/Norwegen/Schweden/Belgien/Vereinigtes Königreich/Deutschland)
  • God Exists, Her Name Is Petrunya (deutscher Titel: Gott existiert, ihr Name ist Petrunya) – von Teona Mitevska (Koproduktion aus Nordmazedonien/Belgien/Slowenien/Kroatien/Frankreich)
  • The Realm – von Rodrigo Sorogoyen (Koproduktion aus Spanien/Frankreich)

Cold Case Hammarskjöld (vom dänischen Regisseur Mads Brügger)

Kennen Sie die Verschwörungstheorien rund um den Tod von Dag Hammarskjöld? Der schwedische UN-Generalsekretär starb 1961 bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz auf dem Weg zu Waffenstillstandsverhandlungen zur Lösung eines Konflikts in der kongolesischen Provinz Katanga, bei dem entscheidende Wirtschaftsinteressen auf dem Spiel standen. Hammarskjöld war ein fortschrittlicher Politiker, der verhindern wollte, dass westliche Länder wie das Vereinigte Königreich oder Frankreich nach der Unabhängigkeit der Kolonien wieder ihren Einfluss in Afrika ausüben. Schritt für Schritt bringt Mads Brüggers Dokumentarfilm Licht in das Dunkel. Die Dokumentation befasst sich mit alten Behauptungen und macht allmählich neue und verblüffende Entdeckungen. Der provokante Film wirft Parallelen zu aktuellen Themen auf. Er zeigt betrügerische Praktiken in der Politik auf, behält jedoch eine zutiefst menschliche und unterhaltsame Komponente. Bereits zum dritten Mal in der Geschichte des LUX-Filmpreises befindet sich eine Dokumentation unter den drei Finalisten.

God Exists, Her Name Is Petrunya (von der nordmazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska)

Was geschieht, wenn eine Frau an einem Rennen teilnimmt, das traditionell Männern vorbehalten ist und es schafft, ein heiliges Kreuz zu ergattern, das ein orthodoxer Priester in einen Fluss wirft? Petrunya tut genau das und zieht somit den Zorn der Männer als auch des Priesters auf sich, der die Polizei in den Fall involviert. Obwohl sie anfangs keine Feministin ist, weigert sich Petrunya, den Forderungen nach Rückgabe des Kreuzes nachzukommen und kämpft für Gleichberechtigung. „Warum habe ich nicht das Recht auf ein Jahr Glück“, fragt sie unter Bezugnahme auf den „Preis“ für den Gewinner des Wettbewerbs.

The Realm (vom spanischen Regisseur Rodrigo Sorogoyen)

Wie weit geht jemand, um an der Macht zu bleiben? Dieser adrenalingeladene Thriller beschäftigt sich mit politischer Korruption. Er erzählt die Geschichte vom Untergang eines erfolgreichen Politikers und seiner Macht, die für immer Bestand haben sollte. Machen Sie sich bereit für bittere Argumentationen, spannende Verfolgungsjagden und Zusammenstöße mit einer Presse, die Fragen stellt.

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©Europäische Union

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