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„Woche der Berufsbildung“ in Rheinland-Pfalz / Minister Wissing trifft Hörakustik-Auszubildende

05.09.2019 – 10:00

Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

Mainz (ots)

Das Motto der diesjährigen „Woche der Berufsbildung“ in Rheinland-Pfalz lautet „Chance Handwerk“. Sie wirbt für die Aus- und Fortbildung und stellt zu diesem Zweck Meisterbetriebe mit ihrer Ausbildungsleistung heraus. Veranstalter ist das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Am 4. September 2019 besuchte Wirtschaftsminister Volker Wissing den Hörakustik-Ausbildungsbetrieb Hörgeräte Fachberatung Becker GmbH in Mainz.

Betrieb, Berufsbild und Ausbildung stellte Geschäftsführer Jürgen Becker, selbst Hörakustik-Meister, mit Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, und Dr. Juliane Schwoch, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR, dem Minister vor. Wissing erlebte Akustik zum Anfassen: Der Minister konnte die winzigen Minicomputer nicht nur in die Hand nehmen, sondern auch selbst erfahren, wie man mit einem Hörsystem hört.

Die Branche ist herausragendes Beispiel für eine sehr vielseitige, zukunftssichere und durchlässige duale Ausbildung. Die Hörakustik bietet jedem Schulabgänger gleiche Chancen. Und sie ist keine Einbahnstraße: Mit der Gesellenprüfung in der Tasche haben die jungen Hörakustiker vielfältige Möglichkeiten, ihre berufliche Zukunft zu gestalten, sei es als Geselle, im Bachelor- oder Masterstudium der Hörakustik, als Akustiker in der Industrie oder mit dem Meisterbrief. Mit ihm können sie sich selbstständig machen und selbst junge Menschen ausbilden.

Wie er zur Hörakustik gekommen wäre, fragte Minister Wissing den Auszubildenden Dennis Schaft. Auf Vorschlag seiner Eltern hätte er sich bei Becker beworben und zur Probe gearbeitet. „Es hat sofort gepasst“, sagte Schaft. Besonders mag er das Arbeiten mit Menschen, denen er mit der perfekt abgestimmten, individuell angepassten Hörlösung ein großes Stück Lebensqualität zurückgeben könne.

Die Ausbildungsleistung der Hörakustiker ist außerordentlich groß. Im Schnitt bildet jedes zweite Fachgeschäft einen Lehrling aus. Anja Obermann lobt die Vielseitigkeit dieses Gesundheitshandwerks, genau diese mache den Ausbildungsberuf für junge Menschen so interessant. Technische Affinität, naturwissenschaftliches und medizinisches Interesse sind wichtig für Bewerber, aber auch der Wunsch, mit Menschen umzugehen.

Dr. Juliane Schwoch, biha, wies auf den Grad der Digitalisierung in diesem Gewerk hin. Während alle von Digitalisierung reden, ist sie in der Hörakustik längst gang und gäbe und Bestandteil der Ausbildung zum Hörakustiker am weltweit einzigartigen Ausbildungs- und Kompetenzzentrum am Campus Hörakustik in Lübeck.

„Qualitativ gut ausgebildete junge Menschen sind essentiell für eine starke und dynamische Wirtschaft und Gesellschaft in Rheinland-Pfalz,“ sagte Minister Wissing. „Was ich hier sehe und selbst erlebe, ist ein vielseitiger, hochinteressanter Ausbildungsberuf in einer zukunftsträchtigen Branche.“ Die duale Ausbildung sei „ein wertvoller Einstieg in das Arbeitsleben“, so Wissing. „Durch die duale Berufsausbildung haben wir die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in Europa und bieten jungen Menschen beste Aufstiegschancen“, sagte Minister Wissing.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk: In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit rund 6.600 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Pressekontakt:

Dr. Juliane Schwoch (biha), schwoch@biha.de

Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

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