05.12.2019 – 11:00

Verband der Sparda-Banken e.V.

Frankfurt (ots)

In den Tarifverhandlungen zwischen ver.di/EVG und den Sparda-Banken haben die Verhandlungspartner in der vierten Verhandlungsrunde eine umfassende Einigung erzielt. Nach der in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch von Vertretern der Arbeitnehmer- sowie Arbeitgeberseite unterzeichneten Abschlussvereinbarung sollen die Gehaltssätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der genossenschaftlichen Sparda-Banken zum 1. Januar 2020 um 2,6 % steigen. Die monatlichen Vergütungen für Auszubildende werden zum gleichen Zeitpunkt jeweils um 60 Euro brutto erhöht. Zum ersten Mal wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern außerdem die Möglichkeit eingeräumt, statt der Anhebung der monatlichen Gehaltssätze für die Laufzeit des neuen Tarifvertrages zusätzlichen Urlaub in Anspruch zu nehmen. Dies entspricht bei einer Vollzeitbeschäftigung für das Kalenderjahr 2020 sechs und für das Jahr 2021 anderthalb zusätzlichen Urlaubstagen. Diese Regelung gilt nicht für Auszubildende.

Weitere wesentliche Punkte der Einigung sind

   - die Zahlung einer einmaligen Erholungsbeihilfe für das 
     Kalenderjahr 2020 in Höhe von 156 Euro netto für Beschäftigte 
     sowie 78 Euro netto für Auszubildende, die zum Stichtag 
     01.01.2020 in einem aktiven, ungekündigten Arbeits- bzw. 
     Ausbildungsverhältnis stehen,
   - die Möglichkeit, durch freiwillige Vereinbarung auf 
     Betriebsebene auch im Jahr 2021 eine Erholungsbeihilfe zu 
     zahlen,
   - die Verlängerung der Rahmenregelung zu Langzeitkonten sowie des 
     Altersteilzeittarifvertrags bis zum 31. Dezember 2024. 

Zum Durchbruch in den Verhandlungen erklären die Vertreter von ver.di, Dr. Franziska Bruder, und EVG, Pierre Reyer: „Angesichts der in den letzten Jahren gestiegenen Arbeitsintensität und des großen Engagement der Beschäftigten für ihre Häuser freuen wir uns, dass es mit dem Sparda-Wahlmodell nun einen verbindlichen Anspruch für jede/n Beschäftigte/n gibt, anstelle der guten Gehaltserhöhung von 2,6 % zusätzlichen Urlaub zu nehmen. Sechs zusätzliche Urlaubstage in 2020 und nochmal 1,5 Tage für die Zeit Januar bis März 2021 stellen eine Größenordnung dar, mit der Beschäftigte sinnvoll Freizeit und Erholung planen können. Das haben sie sich verdient! Die Häuser leben vom Einsatz und der Motivation ihrer Beschäftigten. Daher sollte in sie genauso investiert werden wie in notwendige Veränderungen der IT.“

Der Verhandlungsführer der Sparda-Banken und Vorstand der Sparda-Bank Augsburg, Ralph Puschner, erklärt: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, mit denen sich die Bankenbranche insgesamt konfrontiert sieht, haben wir mit den Verhandlungspartnern von ver.di und EVG eine Einigung erarbeitet, die auf der einen Seite für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine ausdrückliche Anerkennung für ihre guten Leistungen und ihr großes Engagement darstellt und die auf der anderen Seite für die Arbeitgeberseite vertretbar ist. Zudem ist es gelungen, wieder einen einheitlich geltenden Tarifvertrag für die gesamte Gruppe der Sparda-Banken zu vereinbaren. Auch dies ist als Erfolg der Verhandlungspartner zu bewerten.“

Puschner weiter: „In einer von der Negativzinspolitik der EZB geprägten Niedrigzinsphase und vor dem Hintergrund notwendiger Investitionen der Banken in die IT-Infrastruktur, die Digitalisierung sowie in die Anpassung des Geschäftsmodells waren die Verhandlungen sowohl für die Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen sicher nicht einfach. Wir bedanken uns daher bei den Verhandlungsführern von ver.di und EVG für die in der Sache intensiv geführten, am Schluss aber von gegenseitigem Verständnis geprägten Verhandlungen, die ein faires Ergebnis für beide Seiten gebracht haben.“

Der Gehaltstarifvertrag soll rückwirkend zum 1. August 2019 in Kraft treten und hat eine Laufzeit bis mindestens 31. März 2021.

Pressekontakt:

Jascha Hausmann
Persönlicher Referent Vorstand & Public Affairs

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