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Deutsche Umwelthilfe fordert Neustart für die Windenergie

05.09.2019 – 16:36

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)

Einseitig besetzter Windgipfel ohne nötigen Durchbruch – Geringe Zahl
neuer Windenergieanlagen gefährdet Klimaschutzziele – Altmaier darf
jetzt nicht zum Tagesgeschäft zurückkehren – Windenergie ist
systemrelevant für den Klimaschutz – DUH fordert
Bundeswirtschaftsministerium auf, konkrete Gesetzesinitiativen zur
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Windenergie zu starten

Anlässlich des mageren Ergebnisses des heutigen Windgipfels fordert
die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bundeswirtschaftsminister Peter
Altmaier auf, die Windenergie weiter als Chefsache zu behandeln. Als
wichtigste Quelle für regenerative Energie in Deutschland muss dem
Ausbau der Windenergie höchste Priorität eingeräumt werden. Die
Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre müssen dringend korrigiert
werden, damit die Ausbauzahlen mit dem zunehmenden Bedarf an
erneuerbarem Strom Schritt halten können. Dafür sind beispielsweise
bundeseinheitliche Vorgaben für die Flächenausweisung und die
Artenschutzprüfung notwendig.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der
Windgipfel hat nicht den gewünschten Durchbruch geliefert. Minister
Altmaier muss nun am Ball bleiben und schnell Gesetzesänderungen auf
den Weg bringen, um die Rahmenbedingungen für den Windausbau zu
verbessern. Die konkreten Probleme bei Planung und Genehmigung müssen
schnell gelöst werden. Wenn die Windenergie die Basis unserer
Energieversorgung werden soll – und eine Alternative ist mir nicht
bekannt – müssen wir auch sagen, wo und wie die Anlagen gebaut werden
können.“

Beim Windgipfel hat das ausrichtende Bundeswirtschaftsministerium
neben den Wirtschaftsverbänden der Branche und den Bundesländern vor
allem Windkraftgegner eingeladen. Umweltverbände wie die DUH, die für
einen weiteren Ausbau der Windenergie eintreten, hat das
Wirtschaftsministerium nicht zu Wort kommen lassen.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: „Minister
Altmaier darf sich nicht von den Gegnern der Windenergie treiben
lassen. Er darf auch nicht die Verantwortung an die Länder oder an
andere Akteure abschieben. Der Minister muss nun Führungsstärke
zeigen: Bund und Länder müssen sich auf eine gemeinsame
Flächenstrategie einigen, Repowering bestehender Anlagen muss
ermöglicht werden und pauschalen Abstandsregeln muss eine Absage
erteilt werden. Für den Klimaschutz ist Windenergie systemrelevant.
Ohne einen weiteren und schnellen Ausbau wird die Bundesrepublik ihre
Klimaziele verfehlen.“

Links: 10-Punkte für den Ausbau der Windenergie:
http://l.duh.de/p190905a

Pressekontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz DUH
0160 4334014, zerger@duh.de

DUH-Pressestelle:
Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Deutsche Umwelthilfe e.V.

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