12.05.2020 – 11:00

Statistisches Bundesamt

Wiesbaden (ots)

3,5% mehr Übernachtungen als 2018
Überdurchschnittlicher Anstieg bei Übernachtungen im Februar 

Campingplätze verzeichnen laut Medienberichten seit den jüngsten 
Lockerungen der Reisevorschriften in manchen Bundesländern einen 
deutlichen Anstieg bei den Vorbuchungen. Wie das Statistische 
Bundesamt (Destatis) mitteilt, gibt es schon seit einigen Jahren 
immer mehr Übernachtungen auf Campingplätzen. So ist deren Zahl im 
Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf 35,8 Millionen 
gestiegen. Damit setzt sich der Anstieg seit 2014 fort. 

Sommer nach wie vor Spitzensaison

Die Sommermonate, insbesondere Juli und August, liegen hierbei 
traditionell vorn: Im Juli 2019 wurden 8,5 Millionen Übernachtungen 
gemeldet - mit 24 % fast ein Viertel aller Übernachtungen des Jahres.

Wintercamping mit besonders hoher Zuwachsrate

Im Winter liegen die Übernachtungszahlen üblicherweise deutlich unter
den beliebten Sommermonaten. Mit 257 000 Übernachtungen hatte etwa 
der Februar 2019 nur einen Anteil von 0,7 % an allen Übernachtungen 
des Jahres. Allerdings ist beim Wintercamping seit einigen Jahren ein
deutlicher Trend nach oben erkennbar. So gab es etwa im Februar 2020 
mit 311 000 Übernachtungen fast eineinhalb Mal so viele wie im 
Februar 2010. 

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (Februar 2019: 257 000 
Übernachtungen) verbuchten die Campingplatzbetreiber im Februar 2020 
einen deutlichen Anstieg von 21 %. Mögliche Gründe für den besonders 
hohen Zugewinn im Februar 2020 könnten der zusätzliche Kalendertag 
und die besonders günstige Witterung sein: Dieser Monat war der 
zweitwärmste Februar seit dem Messbeginn im Jahr 1881. 

Preise im Winter vergleichsweise günstig

Ein weiterer Grund für die überproportional steigenden 
Februarübernachtungen könnte in den vergleichsweise niedrigen 
Campingplatzgebühren liegen. Im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 
waren die Preise im Februar um 16,4 % niedriger als im Juli und damit
fast so günstig wie im November (16,5 % niedriger als im Juli).

Die vollständige Zahl der Woche sowie weitere Informationen und 
Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes 
unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.


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