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Wirecard vor den Zahlen: Worauf Anleger achten sollten

Viele Anleger richten derzeit ihren Blick auf das Ende dieser spannenden Börsenwoche, denn der kontrovers diskutierte Zahlungsdienstleister aus Aschheim bei München, Wirecard (WKN: 747206), wird am Freitag seine Quartalszahlen zum abgelaufenen vierten Quartal 2019 veröffentlichen. Im Fokus dieses Berichts stehen zweifelsohne die Zahlen zum vierten Quartal, jedoch kann man hierdurch auch Rückschlüsse auf das Jahresergebnis 2019 ziehen. Nichtsdestotrotz sollten Anleger auch auf etwaige Ankündigungen im Hinblick auf die Veröffentlichung des KPMG-Berichts achten, sodass dem Freitag eine besondere Bedeutung für die weitere Entwicklung der Wirecard-Aktie zukommen könnte.

Das vierte Quartal im Fokus

In Hinblick auf die Zahlen zum vierten Quartal 2019 sind derzeit einige Fragen offen. Denn einerseits bleibt abzuwarten, in welchem Ausmaß Wirecard die Umsätze und das EBIT (Earnings before interests and taxes) verbessern kann.  Andererseits muss man diese Ergebnisse stets im Kontext der Geschehnisse der letzten Wochen und Monaten analysieren. Denn fortwährende Veröffentlichungen seitens der „Financial Times“ könnten unter anderem dazu geführt haben, dass sich etwaige Kooperationen verzögerten beziehungsweise mögliche Kooperationspartner aufgrund des schlechten Images von Wirecard abgesprungen sind.

Des Weiteren muss darauf geachtet werden, welche Kosten die unabhängige Prüfung durch die KPMG verursacht. Da diese außerordentliche Prüfung Mitte Oktober 2019 veranlasst wurde, wird wohl zum Leidwesen der Aktionäre ein Großteil des Aufwands im abgelaufenen Quartal realisiert worden sein. Daher sollten Anleger eine mögliche Verschlechterung der operativen Marge (Umsätze steigen überproportional stärker an als das EBIT) kritisch hinterfragen. Denn eine Verschlechterung der operativen Marge muss nicht zwangsläufig darauf zurückzuführen sein, dass Wirecards Konkurrenz kompetitiver wird, sondern kann auch den einmaligen Kosten einer außerordentlichen Bilanzprüfung geschuldet sein.

Daher würde ich mir als Aktionär wünschen, dass Wirecard einerseits die Ergebnisse pro Aktie ungeachtet der Kosten der Sonderprüfung veröffentlicht und diese Ergebnisse um den Sondereffekt der Prüfung bereinigt darstellt. Diese Darstellung der Ergebnisse würde den Aktionären und Analysten die Möglichkeit geben, die operative Geschäftsentwicklung auf den ersten Blick einzuschätzen.

Ungeachtet von etwaigen Sondereffekten durch die KPMG-Prüfung erwarte ich den Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2019 basierend auf den Ergebnissen der vorherigen Quartale sowie auf der angestrebten Jahresprognose für 2019 in einer Bandbreite von 4,25 bis 4,35 Euro pro Aktie. Jedoch würde mich ein höheres Ergebnis unter Berücksichtigung der Dynamik der Geschäftsentwicklung nicht verwundern.

KPMG-Bericht als Initialzündung

Ungeachtet der einmaligen Kosten, verursacht durch die Bilanzprüfung der KPMG, bin ich überzeugt, dass Wirecard-Anleger auch langfristig von einem positiven Bericht profitieren dürften. Denn sollten sich wesentliche Anschuldigungen der „Financial Times“ als unwahr erweisen, könnte dies der renommierten englischen Wirtschaftszeitung den Wind aus den Segeln nehmen, sodass sie in Zukunft ihr zugespieltes Material von „Whistleblowern“ vor einer Veröffentlichung vermutlich genauer überprüfen wird.

Nichtsdestotrotz vertrete ich die Meinung, dass kritischer Journalismus wesentlich zu einer objektiven Meinungsbildung unter den Aktionären beiträgt. Jedoch erweckt die fortwährende negative Berichterstattung sowie die stetige Veröffentlichung von bereits bekannten Anschuldigungen den Eindruck, als würde zwischen der „Financial Times“ und Wirecard eine Fehde bestehen, die über einen kritischen Journalismus hinausgeht.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die internationale Bekanntheit Wirecards im vergangenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen sein dürfte. Dies ist unter anderem auch der Berichterstattung der „Financial Times“ geschuldet. Daher ist es meiner Meinung nach sogar möglich, dass der innovative Zahlungsdienstleister langfristig von dieser erhöhten Aufmerksamkeit profitieren könnte.

In diesem Zusammenhang halte ich es für wahrscheinlich, dass potenzielle Kooperationspartner einen positiven Bericht seitens der KPMG vor weiteren Schritten abwarten möchten. Daher kommt der möglichen Entlastung durch die KPMG eine große Bedeutung zu, sodass der Bericht eine Initialzündung für weitere Kursgewinne darstellen könnte.

Ausblick

Solltest du in Wirecard investiert sein oder grundsätzlich die Causa Wirecard in den letzten Monaten verfolgt haben, wird der Freitag vermutlich hochspannend werden. Die starken Kursgewinne in diesem Jahr sind bereits ein Indiz dafür, dass der Markt derzeit eher davon ausgeht, dass Wirecard wie gewohnt operativ überzeugen kann.

Zudem wird derzeit auch ein entlastender Bericht durch die KPMG angenommen. Denn sollten die Prüfer bis dato belastende Beweise für ein Fehlverhalten gefunden haben, müsste Wirecard diese unverzüglich per Ad-hoc-Meldung mitteilen. Dass dies bisher nicht erfolgt ist, sollte den Aktionären wieder Vertrauen in die Wirecard-Aktie geben.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Im Jahr 2018 kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Michael besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Author: Michael Grünauer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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