Es gibt derzeit so einige Themen, die die Investoren von Wirecard (WKN: 747206) bewegen. Die meisten dürften sich um die Themenfelder „Financial Times“ und Sonderprüfung drehen, die scheinbar die Geschicke dieser bisherigen Wachstumsgeschichte nachhaltig prägen werden.

Auch wenn an einer solchen Sichtweise durchaus etwas Wahres dran sein kann, sollten Investoren den operativen Alltag nicht vergessen. Auch hier existieren schließlich noch immer spannende Partnerschaften, Zahlen und Prognosen, die Investoren entzücken können. Und die wieder entscheidender werden, sobald dieses aktuelle Themenfeld ad acta gelegt werden kann.

Am 6. November und somit am Mittwoch der kommenden Woche stehen beispielsweise erneut die Zahlen für das dritte Quartal an. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren hier erwarten können.

Die bisherigen Zahlen im Überblick

Um ein Gespür für die aktuellen Möglichkeiten zu bekommen, macht es natürlich Sinn, sich die alten Zahlen des aktuellen Börsenjahres noch einmal etwas näher anzusehen. Diese können wichtige Richtwerte auch für dieses Zahlenwerk sein, auch wenn diese natürlich wieder einmal ein Quäntchen darüber liegen dürften.

Bis zum ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres kam der innovative Zahlungsdienstleister jedenfalls auf Umsätze in einer Größenordnung von über 1,2 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 36,6 % im Jahresvergleich entsprochen hat. Auch die Ergebnisse legten in einer ähnlichen Spannbreite zu.

Das EBITA stieg um 35,7 % innerhalb dieses Zeitraums auf 342,1 Mio. Euro, das EBIT hingegen um 38,4 % auf 277,1 Mio. Euro. Spannende Meilensteine, die Investoren des Zahlungsdienstleisters relativ gesehen wohl erneut erwarten können. Sprich, Wachstumsraten von mindestens 30 bis 40 % bei Umsätzen und Ergebnissen sollte der DAX-Konzern liefern, das scheint gegenwärtig die Erwartungshaltung zu sein.

In den vergangenen Quartalen schien es zudem, als würde der DAX-Konzern aus Sicht der Ergebnisse nun stärker wachsen und deutlich profitabler werden. Möglicherweise eine Ausgangslage, die man als Investor weiterhin beobachten sollte.

Was es sonst noch zu beobachten gilt

Spannend dürfte für viele natürlich auch werden, wie sich die aktuelle Causa Wirecard nun auf das Zahlenwerk auswirken wird. Beziehungsweise, ob es hierdurch gravierende Veränderungen oder Einschnitte in der bisherigen Prognose für das laufende Geschäftsjahr gibt.

Speziell die Sonderprüfung durch die KPMG könnte kostentechnisch im vierten Quartal zu Rückstellungen führen, die möglicherweise die Ergebnisse belasten. Allerdings scheint fraglich, ob das Ausmaß dieser Sonderprüfung effektiv spürbar wird oder ob das Management hierüber hinweggeht.

Weitere Meldungen zur „Financial Times“ und zu den Auswirkungen wird es hier jedoch vermutlich wenig geben, denn immerhin hat das Management inzwischen bereits ausführlich dargelegt, dass man diesbezüglich sehr zuversichtlich und einzig und alleine optimistisch ist. Möglicherweise wird es daher weiterhin die Bestätigung des aktuellen Wortlautes geben, was jedoch nicht sonderlich neu sein dürfte.

Spannender hingegen könnten die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr sein. Das Management des DAX-Konzerns hat schließlich bereits angedeutet, dass auch die kurzfristige Prognose bis zum Geschäftsjahr 2020 vielleicht ein kleines bisschen zu konservativ sein könnte. Entsprechend könnte hier ein etwas angepasster, prognostischer Rahmen für das kommende Jahr lauern. Wer weiß.

Am Mittwoch wird es spannend!

Spannend wird es jedenfalls am Mittwoch, wenn der DAX-Konzern Wirecard seine Zahlen präsentiert. Viele Investoren und Medien werden dieses Zahlenwerk gewiss mit Argusaugen beobachten und auseinandernehmen und jedes Wörtchen auf die Goldwaage legen.

Vielleicht kann der innovative Zahlungsdienstleister hier an der einen oder anderen Stelle überraschen oder zumindest mit einem kleinen bisschen operativem Alltag glänzen. Auch das wäre in der aktuellen Situation mit Sicherheit nicht verkehrt.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst