Von der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie geht noch immer eine gewaltige Faszination aus. Einerseits ist das Wachstum nach wie vor beeindruckend und deutlich zweistellig, im kommenden Börsenjahr möchte der Zahlungsdienstleister sogar ein Vorsteuerergebnis in Höhe von über 1 Mrd. Euro erzielen, was definitiv beeindruckend ist.

Andererseits zieht diese Wachstumsgeschichte allerdings auch Kritiker an, wie zuletzt die Financial Times oder auch das Handelsblatt, die zumindest vermeintliche Unsauberkeiten innerhalb dieser beeindruckenden Erfolgsstory monieren. Die Ausgangslage scheint gegenwärtig daher gespaltener denn je zu sein.

Um beurteilen zu können, wie beeindruckend das bisherige Wachstum von Wirecard in den vergangenen Jahren gewesen ist, könnte es sich anbieten, einen Blick zurück zu riskieren. Beispielsweise in das Geschäftsjahr 2014, etwa fünf Jahre von heute entfernt.

Der spannende Blick zurück

Wie ein interessanter Blick zurück in eine Zeit vor lediglich fünf Jahren offenbart, hat sich bei Wirecard operativ inzwischen doch so einiges verändert. Im Gesamtjahr 2014 kam der DAX-Zahlungsdienstleister so beispielsweise auf ein Transaktionsvolumen in Höhe von 34,3 Mrd. Euro, wobei man auch damals bereits im Bereich von 28,5 % gewachsen ist. Der Umsatz lag hingegen zum damaligen Zeitpunkt bei rund 601 Mio. Euro, was im Jahresvergleich einer Verbesserung um 24,8 % entsprochen hat. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich hingegen auf 172,9 Mio. Euro, wobei Wirecard hier im Jahresvergleich um 37,3 % gewachsen ist. Definitiv interessant.

Interessant insbesondere jedoch, wenn wir die aktuelle operative Verfassung dem gegenüberstellen. Alleine in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres beliefen sich die Umsätze schließlich bereits auf 1.941 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hingegen auf 553,1 Mio. Euro und das Transaktionsvolumen lag bei über 124 Mrd. Euro. Sprich, Wirecard hat innerhalb der vergangenen rund fünf Jahre sein operatives Zahlenwerk inzwischen deutlich vervielfacht.

Alleine die Umsätze, die der Zahlungsdienstleister inzwischen pro Quartal generiert, liegen inzwischen über dem Jahreswert von vor lediglich fünf Jahren, was definitiv auf ein rasantes Wachstum hinweist. Mit einem Quartalsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 211 Mio. Euro liegt auch die Ergebnisentwicklung pro Vierteljahr inzwischen deutlich über den 2014er-Werten. Wirecard hat somit gewiss ein rasantes Wachstum innerhalb der vergangenen Jahre hingelegt.

Ein Wachstum, das sich weiter beschleunigt

Zudem können wir anhand der relativen Zahlen sehen, dass sich dieses Wachstum innerhalb der vergangenen Jahre noch einmal beschleunigt hat. Die Umsätze stiegen zuletzt schließlich relativ gesehen um 36,7 %, das Transaktionsvolumen hingegen um 37,7 % und das operative Ergebnis um über 38 %. Damit konnte Wirecard die 2014er-Wachstumsraten deutlich hinter sich lassen.

Das lässt auf ein gewisses Wachstumsmomentum schließen, das auch gegenwärtig womöglich anhält. Wirecard hat schließlich in diesem Jahr den Kreis seiner Kunden noch einmal bedeutend erweitert. Neben einem signifikanten Wachstum kamen dabei auch viele prominente Kooperationen dazu, die das Transaktionsvolumen und damit einhergehend auch die Umsätze und Ergebnisse wohl deutlich schneller steigern können werden.

Ein solcher Vergleich über viele Jahre hinweg kann zudem eine beeindruckende langfristige Perspektive eröffnen. Für die kommenden Jahre hat der Zahlungsdienstleister schließlich ebenfalls ein rasantes Wachstum in Aussicht gestellt und entsprechend scheinen die Chancen nicht schlecht zu stehen, dass der DAX-Konzern hier liefern können wird. In den vergangenen Jahren hat Wirecard zumindest bereits bewiesen, dass eine Vervielfachung der operativen Verfassung innerhalb weniger Jahre definitiv möglich ist.

Ein interessanter Einblick!

Sofern wir daher die Kernaussagen an dieser Stelle noch einmal bündeln wollen, dann ist es so, dass das Wachstum in den vergangenen Jahren definitiv gestimmt hat. Wirecard kann derzeit sogar mehr Umsatz und operatives Ergebnis innerhalb eines Quartals vorweisen als 2014 noch im gesamten Geschäftsjahr. Das ist gewiss eine bemerkenswerte Entwicklung.

Das Wachstum hält hier jedoch weiterhin deutlich zweistellig an und entsprechend ist davon auszugehen, dass auch diese Umsätze und Ergebnisse lediglich eine Zwischenetappe sein werden. Über einen Zeitraum von beispielsweise weiteren fünf Jahren gibt es hier daher gewiss noch viel Fantasie.

Unsere Topaktie für das Jahr 2020

Es gibt ein Unternehmen, dessen Name zurzeit bei den Analysten von The Motley Fool sehr, sehr häufig fällt. Es ist für uns DIE Topinvestition für das Jahr 2020. The Motley Fool-Analysten geben ein starkes Kaufsignal! Du könntest ebenfalls davon profitieren … Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Deshalb haben wir jetzt einen kostenlosen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt. Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

The Motley Fool
Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst