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Warum Warren Buffett eines seiner Lieblingsgeschäfte aufgibt

Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2)-CEO Warren Buffett ist schon seit Langem ein Fan von Zeitungen, aber jetzt scheint es, dass sogar das Orakel von Omaha die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Buffett gibt im Wesentlichen das Print-Nachrichtengeschäft auf, da Berkshire seine Zeitungen an Lee Enterprises für 140 Mio. US-Dollar verkauft, wie das Wall Street Journal meldet. Der Verkauf folgt einer Vereinbarung aus dem Jahr 2018, als Berkshire Lee mit der Verwaltung aller Zeitungen außer The Buffalo News beauftragte, und erfolgt nach Jahren rückläufiger Einnahmen und Gewinne im Nachrichtengeschäft, das 31 Tages- und 43 Wochenzeitungen umfasste. Dem Journal zufolge schloss das Zeitungsgeschäft von Berkshire 2019 mit 373,4 Mio. US-Dollar Einnahmen und 14,9 Mio. US-Dollar Nettogewinn ab.

Als Teil der Vereinbarung wird Berkshire Lee 576 Mio. US-Dollar zu einem Zinssatz von 9 % leihen. Die Transaktion ist für ein Unternehmen von der Größe von Berkshire nicht wesentlich, aber angesichts von Buffetts langjähriger Vorliebe für die Branche lohnt es sich, genauer zu untersuchen, warum er sich letztendlich zurückzieht, da Berkshire seine operativen Geschäfte fast nie verkauft.

Extrablatt, Extrablatt

Buffett lieferte als Kind Zeitungen aus und ist ein begeisterter Leser mehrerer Tageszeitungen. Als Investor hat er während eines Großteils seiner Karriere argumentiert, dass Zeitungen als lokales Monopol fungieren, insbesondere wenn es in einer bestimmten Stadt oder Gemeinde nur eine einzige große Zeitung gibt.

Das war in vielerlei Hinsicht richtig. Lokale Zeitungen hatten in den Tagen vor Alphabets (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) Google, Facebook (WKN:A1JWVX) und Craigslist ein hochprofitables Kleinanzeigengeschäft. Damals waren die Zeitungen auch besser in der Lage, ihren Abonnentenstamm zu halten, da sie sich weniger Konkurrenz ausgesetzt sahen, insbesondere durch die Art von kostenlosen Angeboten, die das Internet bevölkern.

Berkshire hat sich jahrzehntelang als Großaktionär der Washington Post Company gut geschlagen, aber Buffett hat den langen Niedergang einer seiner Lieblingsbranchen erkannt.

In einem Interview mit Yahoo! Finance im April letzten Jahres sagte Buffett, die Branche habe ihr Monopol verloren. Er glaubt auch, dass die meisten Zeitungen irgendwann verschwinden werden, aber nationale Publikationen wie The New York Times (WKN:857534), The Wall Street Journal und The Washington Post werden wahrscheinlich bleiben.

Wo das Monopol verschwunden ist

Es ist kein Geheimnis, wohin das früher blühende Zeitungsanzeigengeschäft verschwunden ist. Google und Facebook dominieren heute die digitale Werbung und haben die monopolähnlichen Margen, um dies zu beweisen. Google hat im letzten Quartal eine Betriebsmarge von 28 % erzielt, während Facebook im vierten Quartal sogar eine Betriebsmarge von 42 % erzielte.

Während Alphabet und Facebook zusammen einen Marktwert von 1,5 Billionen US-Dollar haben, ist The New York Times Company nur 5,3 Mrd. US-Dollar wert. Die Aktie hat sich in den Trump-Jahren erholt, da die derzeitige Regierung dem Nachrichtengeschäft einen Aufschwung gegeben hat, aber das Unternehmen hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 nur ein Umsatzwachstum von 5 % erzielt, was zeigt, dass der Übergang von der Druck- zur Digitaltechnik eine lange Zeit in Anspruch nimmt.

Buffett hat recht mit seiner Einschätzung des Nachrichtengeschäfts, da die lokalen Nachrichtenredaktionen weiter schrumpfen und prestigeträchtige Blätter wie The Washington Post und Time zu Trophäen für Milliardäre wie Jeff Bezos von Amazon und Marc Benioff von Salesforce geworden sind. Für diese Schlussfolgerung ist er jedoch mindestens ein Jahrzehnt zu spät dran.

Hätte er die Geistesgegenwart gehabt, das Schicksal der Zeitungen früher zu erkennen, und hätte er erkannt, dass ihr Zweck und ihr Anzeigengeschäft durch Google und Facebook ersetzt werden, hätte Berkshire ein Vermögen verdient. Alphabet ist seit dem Börsengang im Jahr 2004 um 2.760 % gestiegen, während Facebook seit seinem Debüt auf dem Markt im Jahr 2012 um 428 % zugelegt hat. Buffetts traditionelle Vorliebe für Printmedien und seine Vorbehalte gegen Technologieaktien haben ihn möglicherweise daran gehindert, dies früher zu erkennen.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, ein ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester des CEO, Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und am 02.02.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Berkshire Hathaway (B-Aktien), Facebook und Salesforce.com. The Motley Fool empfiehlt die New York Times und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short März 2020 $225 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Author: Motley Fool beitragende Investmentanalysten

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