Der Börsengang für die Aktie des Cloud-Akteurs Snowflake wird gegenwärtig in der Börsenlandschaft viel diskutiert. Das Technologieunternehmen hat allein mit der Tatsache, dass Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway vor dem IPO in Snowflake investiert hat, für Aufmerksamkeit gesorgt. Doch was genau macht denn Snowflake nun und wieso wird das Unternehmen aktuell so gehypt?

In einem Foolishen Überblick möchte ich mir den Börsengang zur Snowflake-Aktie genauer ansehen. Dabei möchte ich beurteilen, ob ein Kauf grundsätzlich interessant sein könnte und ob ein Kauf nach dem IPO zum richtigen Zeitpunkt käme. Im Vorfeld erfolgreich Aktien für den Börsengang von Snowflake zu zeichnen, dürfte vermutlich nicht klappen, da deutsche Privatanleger bei amerikanischen IPOs meist nicht zum Zug kommen.

Details zum Börsengang von Snowflake

Der genaue Termin des Börsengangs ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge soll dieser allerdings noch im September oder im Oktober dieses Jahres stattfinden. Unter dem Ticker „SNOW“ soll das Cloud-Unternehmen an der NYSE (New York Stock Exchange) gehandelt werden.

Zum Börsengang von Snowflake sollen 28 Mio. Aktien auf den Markt gebracht werden. Die initiale Preisspanne soll zwischen 75 und 85 US-Dollar je Anteilsschein liegen. Gut möglich, dass die Aktien von Snowflake allerdings kurz nach dem IPO heftig in die Höhe schnellen.

Jedenfalls möchte Snowflake im Rahmen des Börsengangs 2,4 Mrd. US-Dollar einsammeln. Dabei soll es sogar zwei Aktiengattungen geben – nämlich A mit 1 Stimme und B mit 10 Stimmen.

Das Geschäftsmodell von Snowflake

Die Cloud-Branche ist mittlerweile hart umkämpft, doch es muss einen Grund geben, wenn sogar Altmeister Warren Buffett in das Technologieunternehmen investiert. Snowflake ist im Bereich des Data-Warehousing tätig. Das Unternehmen bietet einen cloudbasierten Datenspeicherungs- und Analysedienst an, mit dem Kunden Daten speichern und analysieren können. In Zeiten von fortschreitender Technologisierung durchaus ein Angebot, das sich zukünftig einer erhöhten Nachfrage erfreuen könnte.

Vorwiegend hat Snowflake kleine und mittelgroße Unternehmen als Kunden, denen es bezahlbare Cloud-Lösungen anbietet. Interessant ist die Tatsache, dass Kunden nur so viel an Snowflake bezahlen, wie sie auch tatsächlich nutzen. Das macht es vor allem auch für kleinere Unternehmen attraktiver. Möglicherweise auch ein Punkt, weshalb die Aktie von Snowflake interessant sein könnte.

Aussichten und Investoren

Dem Start-up wird allerlei zugetraut, wenn man auf die jüngste Finanzierungsrunde blickt. In dieser wurde Snowflake mit 12 Mrd. US-Dollar bewertet. Grund für diese ambitionierte Bewertung sind die stark wachsenden Umsatzzahlen. Ein klassischer Fast-Grower also, bei dem entsprechend stark die Zukunft gehandelt wird. Wie für starke Wachstumsaktien üblich, schreibt das Unternehmen allerdings noch Verluste.

Die Zukunft wird zeigen, wie sehr sich Snowflake am Markt durchsetzen können wird. Starke Investoren an der Seite hat das Unternehmen jedenfalls schon. Wie eingangs erwähnt, ist Berkshire Hathaway an dem Cloud-Akteur beteiligt und auch Salesforce hat sich Anteile an dem Unicorn gesichert.

Sollte man die Snowflake-Aktie gleich nach Börsengang kaufen?

Die Beteiligung von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft an Snowflake kann man gewissermaßen als Ritterschlag sehen. Immerhin ist das Orakel von Omaha alles andere als bekannt für Investition in Tech-Aktien.

Foolishe Investoren sollten allerdings nicht blind auf diesen Schritt von Warren Buffett vertrauen und gleichziehen. Ich persönlich erwarte, dass die Snowflake-Aktie nach dem Börsengang sehr volatil sein wird, da der Markt in den ersten Handelstagen in die Phase der Preisfindung übergehen wird.

Generell bin ich eher ein Fan davon, abzuwarten, wie sich ein Unternehmen wie Snowflake nach dem Börsengang entwickelt. Immerhin muss sich das Unternehmen anfänglich erst an der Börse und am Markt beweisen. Mit der Zeit bekommt man dann auch ein besseres Gefühl für das Unternehmen, vor allem wenn man sieht, wie das Unternehmen berichtet und so weiter.

Ob man direkt beim Börsengang Snowflake-Aktien kauft, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil werde die Unternehmensentwicklung erst von der Seitenlinie aus beobachten.

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Manchmal lohnt es sich nicht, gleich beim Börsengang zuzuschlagen. Nach dem IPO muss sich der Markt erst den fairen Preis für eine Aktie finden, was mit hoher Volatilität verbunden sein kann. Es könnte daher spannender sein, auf einen Top-Small-Cap zu setzen, um seinem Depot was Gutes zu tun.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Salesforce.com und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Author: Caio Reimertshofer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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