Warren Buffett investiert vorzugsweise in Unternehmen, die er möglichst für immer halten kann. Dies bringt sehr viele Vorteile mit sich. So muss Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) während der Haltedauer keine Steuern auf Kapitalgewinne zahlen. Über viele Jahre hinweg ergibt sich so ein großer Renditeunterschied im Vergleich zu einem häufigen Depotumschlag.

Berkshire Hathaway und Warren Buffett profitieren so zudem von den meist von Jahr zu Jahr steigenden Ausschüttungen. Und zu guter Letzt ärgern sich seine Broker regelmäßig, dass sie so wenig Geld mit ihm verdienen. Die Holding ist mittlerweile so groß geworden, dass für Buffett nur noch große Firmen für einen Kauf infrage kommen, was natürlich die Rendite mindert und die Aktienauswahl stark einschränkt.

Ein Unternehmen, dass Buffetts Kriterien relativ gut erfüllt, ist derzeit die Reckitt Benckiser (WKN: A0M1W6)-Aktie.

Dieses Geschäft betreibt Reckitt Benckiser

Das Unternehmen aus dem britischen Slough (westlich von London) produziert und verkauft Gesundheits-, Hygiene- und Haushaltsprodukte, die, wie sich jeder vorstellen kann, ständig benötigt werden.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Aktie in der letzten Zeit kaum gelitten hat. Zu den Produkten zählen beispielsweise Cremes, Gesichtswaschmittel, Reinigungspads, Desinfektions-, Hygiene- und Erste-Hilfe-Produkte, Analgetika, Schuhpflegeprodukte, Halsschmerzmittel, Schönheitsprodukte für Frauen, Düfte, Wasserenthärter, Haushaltsreinigungsprodukte, Geschirrspül-, Toilettenreinigungs- und Desinfektionsmittel, Sprays, Köder zur Schädlingsbekämpfung, Fleckenentferner und Textilwaschmittel.

Viele bekannte Qualitätsmarken wie Calgon, Clearasil oder Vanish führen bei den Kunden zu Wiederholungskäufen. Reckitts Wurzeln reichen bis ins Jahr 1823 zurück, was verdeutlicht, dass die Firma schon viele Krisen und Kriege unbeschadet überstanden hat. Deshalb sollte sie für ein Dauerinvestment gut geeignet sein. Heute verkauft sie ihre Produkte weltweit und besitzt eine Marktkapitalisierung von über 56 Mrd. Euro (30.04.2020).

Stetige Geschäftsentwicklung

Auch wenn Reckitt seinen Absatz nicht mehr steigern könnte, würde der Umsatz über Preissteigerungen dennoch immer weiterwachsen. Deshalb ist die Aktie ein guter Schutz gegen Inflation oder eine Geldentwertung, ohne dabei ein großes Risiko eingehen zu müssen.

Dennoch trimmt das Management Reckitt ständig auf Rendite. In den vergangenen zehn Jahren (2010 bis 2019) sind der Umsatz und der operative Gewinn von 8.453 auf 12.846 Mio. Britische Pfund beziehungsweise von 2.202 auf 3.286 Mio. Britische Pfund gestiegen. Dabei lagen die Nettogewinnmarge genauso wie die Eigenkapitalrendite operativ immer im zweistelligen Bereich.

Günstigere Aktie und stabile Dividenden

Reckitt-Benckiser-Aktien sind seit 2017 tendenziell gefallen. Dafür gab es jedoch (außer der Bewertung) keinen wirklichen Grund. Somit sind die Wertpapiere günstiger geworden und notieren heute zu einer Dividendenrendite von 2,63 % (30.04.2020). Die Ausschüttung ist relativ sicher und seit 2010 stetig von 0,63 auf zuletzt 1,73 Britische Pfund gestiegen. In den letzten beiden Krisen konnten die Dividenden nicht nur beibehalten, sondern sogar weiter erhöht werden.

Krisenprofiteur

Reckitt konnte im ersten Quartal 2020 von stärkeren Verkäufen seiner Desinfektionsmittel, Hustensäfte und Seifen profitieren. So stieg der flächenbereinigte Umsatz in einer Zeit, in der viele andere Firmen von starken Einbrüchen berichten, um 13,3 %.

Der Konzern geht nun davon aus, seine ursprüngliche Jahresprognose für 2020 mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich übertreffen zu können. Zudem sollen in den kommenden zwei Jahren 2 Mrd. Britische Pfund für Wachstums- und Kostensenkungsmaßnahmen ausgegeben werden.

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So geht man mit einem Markt-Crash um

Für den Aktienmarkt ging es lange Zeit immer weiter nach oben, bis sich Anfang 2020 plötzlich alles verändert hat.

Das Coronavirus beschäftigt die ganze Welt, und auch die Börsen. Lieferketten werden unterbrochen, Reisen abgesagt und Konsum verschoben. Das wird nicht einfach für die Wirtschaft. Dabei war Deutschlands Wirtschaft bereits vor dem Coronavirus nicht stark.

Es ist sehr schwer, sich genau auszumalen, wie empfindlich die Börsen auf wirtschaftliche Schwäche reagieren werden. Man kann sich einige unschöne Szenarien vorstellen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Author: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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