McDonald’s (WKN: 856958) und PepsiCo (WKN: 851995) dürften zwei der bekanntesten Unternehmen der Welt sein – und der umstrittensten. Die Burger-Kette steht wegen seiner nicht gerade gesunden Menüauswahl permanent in der Kritik. Von Pepsi ganz zu schweigen. Dennoch sind beide Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr gute Investitionen gewesen.

Es wird erwartet, dass PepsiCo 2019 mit dem stärksten Umsatzwachstum seit 2011 abschließen wird. Der McDonald’s-Aktienkurs hat diesen Sommer sogar sein Allzeithoch erreicht. Man kann das natürlich auch anders betrachten. PepsiCo schafft in diesem Jahr nur 4 % organisches Umsatzwachstum, auch wenn dies das erste Mal seit 2011 sein wird, dass PepsiCo sein Geschäft besser als 2 % wachsen lässt. Die McDonald’s-Aktien sind seit ihrem Hoch dann um 11 % gefallen, obwohl sich der Markt allgemein nach oben bewegt hat. Aber für welche Aktie sollte man sich entscheiden, wenn man heute investieren will?

Ein Getränk geht um die Welt

PepsiCo tritt seit 2011 auf der Stelle. Nach Jahren mit Umsatzwachstum von unter 2 % – einschließlich drei Jahren des Rückgangs – liegt der Jahresumsatz von PepsiCo nur knapp unter den 66,5 Milliarden USD, die das Unternehmen 2011 verzeichnet hat.

Relativ gesehen hat man aber in letzter Zeit gesünderes Wachstum erreicht. Die Einnahmen stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres um 3,1 %, mit einer Steigerung von 4,3 % im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres. Das Absatzvolumen für zuckerhaltige kohlensäurehaltige Getränke ist in den letzten Jahren zurückgegangen, aber die Vorliebe des Marktes für aromatisiertes Wasser hat dazu beigetragen, einen Teil des Rückgangs auszugleichen. PepsiCos größere Reichweite in andere Bereiche Lebensmittelgeschäfts via Frito-Lay und Quaker bietet dem Konzern die so wichtige Diversifizierung.

Der Weg in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens ist aufgrund der weltweiten Unsicherheiten und der Verschiebung der Produktlinien oft kompliziert, aber der Gewinn vor Steuern liegt leicht über dem Niveau von 2011. Trotzdem haben Dividendenanleger wachsende Auszahlungen erhalten. Als PepsiCo im Juli seine vierteljährliche Ausschüttung erhöhte, bedeutete dies, dass das Unternehmen seine Dividende 47 Jahre in Folge erhöht hat.

Supersize me

McDonald’s ist ebenfalls alles andere als übel. Die jüngste Dividendenerhöhung bedeutet, dass man die Dividende 43 Jahre in Folge erhöht hat. Aber – ähnlich wie PepsiCo – die Ergebnisse waren in den vergangenen Jahren wenig beeindruckend. Die Einnahmen sind jedes Jahr gesunken, seit 2013 der Höhepunkt erreicht wurde – aber dafür gibt es eine gute Erklärung.

McDonald’s hat firmeneigene Standorte an Franchisenehmer abgegeben, was bedeutet, dass statt der Einnahmen niedrigere Lizenzgebühren und Franchise-Gebühren reinlaufen. Die Margen steigen, aber der Gewinn vor Steuern bleibt angesichts der schrumpfenden Einnahmen stabil. Der Vorteil ist, dass durch das Refranchising das Risiko eher an Dritte weitergegeben wird.

Das Wachstum beider Unternehmen wird einen nicht begeistern, auch wenn Analysten für McDonald’s im kommenden Jahr eine Rückkehr zu mehr Gewinnen sehen und PepsiCo den besten Umsatzanstieg seit 2011 verzeichnen soll. Die Dividendenrendite – PepsiCo bei 2,8 % und McDonald’s bei 2,5 % – ist vorhersehbar stabil.

Am Ende werde ich mich immer noch für McDonald’s entscheiden, hauptsächlich weil das Unternehmen die klarsten kurzfristigen Katalysatoren hat, die die Gewinne antreiben können. Der Fast-Food-Riese ist dabei führend, die Chancen von Liefer-Apps von Drittanbietern zu nutzen. Dass man die Lieferkosten auf diese jungen Unternehmen abwälzt, ist natürlich schön, gerade weil immer mehr Kunden auf diesen Komfort zugreifen.

Dass die Zahlen beider Unternehmen wieder besser aussehen, gibt einem für beide ein gutes Gefühl. Aber McDonald’s scheint die bessere Wahl zu sein, wenn man 2020 den Markt schlagen will.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Rick Munarriz besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 27.12.19 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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Author: Rick Munarriz, Motley Fool beitragender Investmentanalyst