Die Rentenlücke ist kein fiktives Konstrukt, das Arbeitnehmern nach dem Ende des Erwerbslebens in Anbetracht eines niedrigen Einkommens oder auch einer Teilzeitbeschäftigung bevorstehen könnte. Nein, auch für Durchschnittsverdiener ist die Rentenlücke inzwischen bittere Realität.

In Anbetracht eines durchschnittlichen Rentenniveaus von zuletzt 906 Euro werden viele im Alter und nach ihrer Arbeit Einbußen zu verzeichnen haben. Selbst wenn Armut für manche kein Thema ist, sollte eine gewisse Kompensation dennoch erfolgen. Man gewöhnt sich ja schließlich an einen gewissen Standard.

All diejenigen, die in diesem Sinne noch nicht vorgesorgt haben, bei denen Rente allerdings bald ein Thema wird, sollten jetzt lieber fein acht geben. Die Wörtchen Sparen, Dividenden und Wachstum könnten jedenfalls deine besten finanziellen Freunde werden.

Spare, spare, spare!

Keine Vorsorgeform kommt im Endeffekt ohne Sparen aus. Ohne das Beiseitelegen von finanziellen Mitteln und einen gewissen Anteil des monatlichen Einkommens wird man kaum vorsorgen können. Möglicherweise empfiehlt es sich sogar eher zu klotzen als zu kleckern.

Eine Last-Minute-Ruhestandsrettung erfordert schließlich in vielen Fällen höhere Sparquoten, um innerhalb eines kürzeren Zeitraums ein größeres Vermögen aufzubauen. Vor allem, weil man vielleicht nicht mehr allzu viel Zeit hat, um den Zinseszinseffekt für sich zu nutzen und den eigenen Vermögensaufbau zu beschleunigen.

Auch das Sparen ist dabei vom Grundsatz her natürlich eine Wissenschaft für sich. Um das Thema Ruhestand anzugehen, sollten jedoch eher die größeren Aspekte bedient werden. Sprich: Fixe größere Prozentsätze, die vom monatlichen Einkommen abgehen, eine strenge Budgetierung und eine Quantifizierung der Einsparpotenziale sollten dabei im Vordergrund stehen. Genauso wie das stetige Überprüfen, ob die eigenen Bemühungen die gesteckten Ziele erreichen können. Oder ob möglicherweise etwas nachjustiert werden muss.

Dividendenaktien als Einkommensausgleich

Ein zweiter bester Freund, den man zukünftig besitzt, sind zudem Dividenden. Beziehungsweise Dividendenaktien, die langfristig solide Erlöse und Gewinne generieren, die wiederum zu starken und zuverlässigen Ausschüttungen führen. Damit kann man eine Rentenlücke effektiver schließen, ohne das eigene Ruhestandsportfolio anrühren zu müssen und die Vermögensbasis aufzuzehren.

Nichtsdestoweniger sollte eine Entnahme im Zeitraum der Ansparphase noch nicht erfolgen. Die zusätzlich eintrudelnden finanziellen Mittel können schließlich ebenfalls investiert werden und die Einkommensbasis erweitern. Reinvestierte Dividenden führen schließlich zu einem künstlichen Dividendenwachstum, das über einige Jahre noch einen gewaltigen Unterschied bei den Einkünften bedeuten kann.

Dividenden erfüllen somit im Endeffekt mehr als eine Funktion: Einerseits in der Ansparphase als Katalysator beim Dividendenwachstum, andererseits jedoch auch als Einkommensbasis für den Ruhestand selbst. Die Vorteile von Dividendenaktien für Ruheständler sind daher unbestreitbar.

Wachstum, auch als Inflationsausgleich

Zu guter Letzt sollten Investoren jedoch auch auf ein stetiges moderates Wachstum der jeweiligen Aktien achten. Oder auch auf ein gewisses Dividendenwachstum, das auch bei der Altersvorsorge gewisse Funktionen erfüllt. Einerseits wird man durch stetig steigende Ausschüttungen schließlich über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg einen gewissen Inflationsausgleich bekommen. Das kann gerade dann wichtig sein, wenn der Ruhestand (hoffentlich!) jahrzehntelang andauert und die Inflation über diesen Zeitraum zuschlägt.

Allerdings ist das noch nicht alles. Ein stetiges moderates Wachstum führt nämlich neben steigenden Ausschüttungen häufig auch zu Kursgewinnen und schützt vor einem Wertverfall des Portfolios. Ein moderates Wachstum sorgt im Endeffekt daher auch für eine gewisse Sicherheit und eine mögliche Zusatzrendite. Darauf sollte man als Ruheständler ebenfalls nicht verzichten.

Besser heute als morgen anfangen!

Wie gesagt, die Rentenlücke ist leider inzwischen Realität geworden und ein durchschnittliches Rentenniveau von 906 Euro dürfte viele im Alter vor einige Probleme stellen. Eine Vorsorge so früh wie möglich ist daher ein effektiver Weg, um hier vorzubeugen. Wobei heute stets besser als morgen sein dürfte.

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Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst