Wer oberflächlich auf die Aktien von Nintendo (WKN: 864009) und Coca-Cola (WKN: 850663) blickt, wird wohl wenig Gemeinsamkeiten identifizieren können. Ein Getränkehersteller und ein Entwickler von Heimspielekonsolen und ihren jeweiligen Spielen, noch dazu aus vollkommen entgegengesetzten Märkten. Wer hier operative Überschneidungen sucht, wird wohl eher das Handtuch werfen.

Eine wesentliche Gemeinsamkeit, die diese beiden Konzerne jedoch eint, ist ihre jeweilige Markenmacht. Möglicherweise ein gigantischer Wettbewerbsvorteil, der hier langfristig auch bei den Aktien zu besseren Ergebnissen führt. Lass uns das im Folgenden einmal etwas näher beleuchten.

Nintendo: Die Markenmacht im Spielebereich

Zugegeben, es wurde in den vergangenen fünf oder auch zehn Jahren etwas ruhiger um Nintendo. Mit der Wii U brachte der Spielehersteller sogar eine Konsole heraus, die regelrecht floppte. Etwas, das immer mal passieren kann, insbesondere, weil die Konkurrenzsituation mit Sony nicht gerade entspannter geworden ist.

Tatsächlich hat Nintendo inzwischen sogar seinen führenden Platz gemessen am Konsolenabsatz verloren, könnte jedoch derzeit in einer starken Aufholjagd sein, wobei die Marke ein sehr wichtiger Faktor werden dürfte. Nintendo steht nämlich vor allem für eins: Für seit Jahrzehnte beliebte Spiele, für starke Marken wie Super Mario, The Legend of Zelda, Donkey Kong, Kirby oder auch weitere Vertreter und vor allem (und möglicherweise am wichtigsten) für jede Menge Nostalgie, Retrocharme und Erinnerungen, die Spieler mit diesen Marken verbinden.

Nintendo steht jedoch auch für eine ganz Reihe anderer Entwicklungen: Anstatt zu versuchen, grafisch noch realer zu werden und insbesondere moderne Dinge oder E-Sports zu adaptieren, was teilweise auch stattfindet, versucht der Spieleplatzhirsch häufig, andere Wege zu beschreiten. Ob es nun innovative Spielekonzepte oder auch vollkommen neue Konsolenformate wie die Switch sind, das macht einen gewissen Charme des Unternehmens aus.

Der Drang, anders sein zu wollen, und die Macht der beliebten Inhalte und Franchises führen hier meiner Meinung nach zu einer Markenmacht, die die Konkurrenten langfristig wohl auf Distanz halten könnte. Womöglich auch, weil man diesen in Teilen aus den Weg geht. Nintendo bleibt daher ein brandheißer Name, der nicht bloß seit den NES-Zeiten seinen Platz im Videospielebereich konsequent gehalten hat, sondern noch immer über starke Marken verfügt. Auch der Retro- und Nostalgiecharme könnte dem Unternehmen dabei langfristig in die Karten spielen.

Coca-Cola: Das Nonplusultra im Lebensmittelbereich

Coca-Cola könnte diese Markenmacht sogar möglicherweise noch toppen. Alleine der Name, eben Coca-Cola, gehört schließlich noch immer zu den 15 wertvollsten Marken unseres Planeten. Rund um den Jahrtausendwechsel war der Name des US-amerikanischen Getränkeherstellers sogar die wertvollste Marke der Welt, gewiss ein gewaltiger Fingerzeig für die Qualität dieser Marke.

Das spiegelt sich auch im Bekanntheitsgrad und im Konsumverhalten wider. Die mit inzwischen mehreren Best Brand Awards prämierte Marke besitzt schließlich einen Durchdringungsgrad von beinahe 100 %. Sprich, in den allermeisten Märkten wissen die Konsumenten etwas mit diesem Namen anzufangen, wobei ebenfalls davon auszugehen ist, dass viele die Produkte kennen. Ein Wettbewerbsvorteil, den wohl nicht viele von haben.

Coca-Cola ist somit zu der Lebensmittelmarke im Getränkemarkt herangereift, und auch wenn Wettbewerber wie PepsiCo natürlich versuchen, daran kräftig zu rütteln, zieht der Konkurrent stets den Kürzeren. Genau genommen ist keine der Marken wenigstens in den Top-25-Platzierungen der bekanntesten Marken aufgeführt, was qualitativen Unterschied demonstrieren dürfte.

Die Aktie von Coca-Cola gehört dabei zu den beständigeren und den zuverlässigeren. Alleine die Dividendenhistorie mit inzwischen 57 jährlichen Erhöhungen ist wohl eine starke Ausprägung dieses Erfolgs. Weitere Jahre dürften hier in Anbetracht dieser defensiven Klasse und des Wettbewerbsvorteils wohl folgen.

Die Markenmacht als Qualitätsmerkmal

Sowohl die Aktien von Nintendo als auch die von Coca-Cola können daher auf eine Markenmacht blicken, die bei den Konsumenten beliebt und bekannt ist. Dieses weiche Kriterium mag für den einen oder anderen Investor vielleicht eher schwach sein, langfristig können solche Gefühle der Verbraucher oder eben ein starker Bekanntheitsgrad für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend werden. Der Spielehersteller und der Getränkeproduzent können hier jedenfalls interessante Facetten liefern.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nintendo.

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Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst