Vielleicht mehr als bei jedem anderen Unternehmen beurteilen die Investoren den Erfolg oder Misserfolg von Netflix (WKN: 552484) nach dem Wachstum seiner Abonnenten.

Im letzten Quartal meldete das Unternehmen mehr als 158 Millionen Accounts weltweit und erwartet, das Jahr mit etwa 166 Millionen Abonnenten abzuschließen. Während sich das Wachstum in den USA verlangsamt, kam das beeindruckendste Wachstum von Netflix aus den internationalen Standorten, die im Jahresvergleich um 33 % auf fast 98 Millionen stiegen.

Es bleibt eine bedeutende ungenutzte Chance auf dem Weltmarkt, die Netflix gerade erst beginnt anzugehen, und mindestens ein Analyst glaubt, dass die Strategie des Unternehmens es Netflix ermöglichen wird, die Zahl der Abonnenten innerhalb der kommenden fünf Jahre zu verdoppeln. Schauen wir doch mal, wie der Streaming-Riese ans Ziel kommen will.

Ein riesiger Weltmarkt

Der Analyst Scott Devitt von Stifel ist bei Netflix zunehmend optimistischer geworden, seit das Unternehmen im Dezember seine weltweiten Daten veröffentlicht hat. Er ist der Meinung, dass Netflix bereits einen Weg eingeschlagen hat, der seine Marktdurchdringung an wichtigen geographischen Orten – nämlich EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) und den asiatisch-pazifischen Regionen – erhöhen und letztlich seinen Abonnentenstamm verdoppeln wird.

Nach Devitts Schätzungen hat Netflix eine Durchdringungsrate von 55 % in Nordamerika und 39 % in Lateinamerika erreicht. Gleichzeitig besteht eine bedeutende Chance in der EMEA-Region und im asiatisch-pazifischen Raum, wo Netflix eine Marktdurchdringung von 19 % bzw. 11 % erreicht hat.

Investitionen in Eigenproduktionen sind die treibende Kraft

Netflix hat viel Geld für die Entwicklung eigener Programme in die Hand genommen, wobei im Jahr 2019 schätzungsweise 15 Milliarden USD für die Eigenproduktionen ausgegeben werden.

Dazu gehören auch hohe Investitionen in nicht-englischsprachige Inhalte, allein 300 Titel werden 2019 erstmals veröffentlicht. Devitt schätzt, dass Netflix seit 2017 340 fremdsprachige Originaltitel in den EMEA-Ländern, 195 im asiatisch-pazifischen Raum und 191 in Lateinamerika veröffentlicht hat. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr neben den englischsprachigen Originalen auch Programme in 29 verschiedenen Fremdsprachen entwickelt.

Zusammen stellen die EMEA-Länder, Lateinamerika und der asiatisch-pazifische Raum eine Marktchance von etwa 600 Millionen Haushalten für Netflix dar. Würde der Streaming-Riese in Nordamerika 62 %, in Lateinamerika 53 %, in der EMEA-Region 41 % und im asiatisch-pazifischen Raum 25 % erreichen, könnte das Unternehmen bis 2025 313 Millionen Abonnenten erreichen.

Der rote Faden

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Analyst eine Verdoppelung der Netflix-Abonnenten prognostiziert.

Ende 2018 machte Analyst Michael Morris von Guggenheim Partners geltend, dass sich der Kundenstamm des Unternehmens mehr als verdoppeln und bis 2023 auf über 285 Millionen Abonnenten steigen werde. Eine Facette seines Arguments basierte auf der Verbesserung der Breitbandinfrastruktur und einer wachsenden Durchdringung von Smartphone-Nutzern der oberen Mittelschicht in Indien. Mitte 2019 führte Netflix einen günstigeren Plan für reine Mobiltelefonie für Kunden in Indien ein und könnte diese Strategie auf weitere Märkte mit niedrigem Einkommensniveau ausweiten.

Anfang 2018 ging Ark Invest sogar noch weiter und machte deutlich, dass Netflix seinen Abonnentenstamm bis 2023 auf fast 400 Millionen verdreifachen könnte. Der Kernpunkt des Arguments war, dass Netflix innerhalb von fünf Jahren eine internationale Durchdringungsrate von 40 % erreichen würde.

All diesen Vorhersagen ist gemeinsam, dass das internationale Wachstum des Technologiegiganten gerade erst beginnt.

Wenn es nur so einfach wäre…

Es gibt zwar sicherlich einen Fall, in dem Netflix diese hochgesteckten Ziele bei den Abonnenten erreichen könnte, aber man muss auch sagen, dass es nicht ganz so einfach wird. Viele der Länder in den genannten Regionen haben sich am Erfolg von Netflix orientiert und in den letzten Jahren eigene Streaming-Dienste eingeführt.

Dann ist da noch die Frage, was die großen Konkurrenten wie Amazon Prime Video, die Disney-Unternehmen Hulu und Disney+, AT&T‘s HBO Now und Apple TV+ so treiben. Und das ist noch nicht alles – in den kommenden Monaten plant die im Besitz von Comcast befindliche NBCUniversal die Veröffentlichung von Peacock, und HBO plant die Einführung eines verbesserten Angebots – HBO Max. Jedes dieser Unternehmen wird um sein Stück vom Streaming-Kuchen wetteifern, und der internationale Markt dürfte das logischste und lukrativste Ziel sein.

Auch wenn der Wettbewerb zunimmt, hat Netflix einen Vorsprung ausgebaut und eine Vielzahl von fremdsprachigen Programmen bereits eingeführt, weitere sind in Vorbereitung. Wenn der Erfolg des Unternehmens in Lateinamerika ein Hinweis ist, könnte Netflix diese hohen Maßstäbe durchaus erreichen. Also: dranbleiben!

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney und empfiehlt Aktien von Comcast. Danny Vena besitzt  Aktien von Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney.

Dieser Artikel erschien am 16.1.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

The Motley Fool
Author: Danny Vena, The Motley Fool beitragender Investmentanalyst