Das Management der Lufthansa (WKN: 823212) und die deutsche Bundesregierung feilschen derzeit an den Details der kolportierten Staatshilfe. Seit der Coronaviruspandemie ist klar, dass die Kranich-Airline diese Krise nicht aus eigener Kraft meistern kann. Und dass ein Einspringen nötig sein wird.

Auch auf der Hauptversammlung ist ein weiteres Mal darum geworben worden, dass die Staatshilfen möglichst unkompliziert sein sollten. Sowie den Wettbewerb nicht verzerren sollen. Eine Überschuldung und ein staatlicher Eingriff sollen vermieden werden. Ein Mix, der schwierig werden könnte.

Noch bevor es zum Ende der Woche womöglich eine Einigung gibt, sind erste Details durchgesickert. Schauen wir im Folgenden  einmal, worüber derzeit beraten wird. Und warum dieses Ergebnis möglicherweise nicht so zufriedenstellend ist, wie das Management es gerne hätte.

Ein komplizierter Mix …

Wie aus einer Pflichtmitteilung der Lufthansa an die Aktionäre am späten Donnerstag hervorgeht, könnte das staatliche Rettungspaket auf mehreren Säulen basieren. Das Volumen soll sich demnach insgesamt auf rund 9 Mrd. Euro belaufen. Wobei vermutlich eine Überschuldung verhindert werden kann. Nicht jedoch eine Staatsbeteiligung.

Zum einen wird es jedoch vermutlich auch eine stille Beteiligung an der Kranich-Airline geben. Die hiesigen Einlagen werden dabei nicht mit Stimmrechten einhergehen. Des Weiteren wird es einen Kredit geben, der im Kontext der Pflichtmitteilung noch nicht quantifiziert worden ist. Und zu guter Letzt wohl doch auch die besagte Staatsbeteiligung.

Demnach scheint angestrebt zu werden, dass der Bund bis zu 25 % plus eine Stimme an der Lufthansa erwerben kann. Dabei könnte der Wirtschaftsstabilisierungsfonds womöglich Aktien zum Nennwert von lediglich 2,56 Euro erwerben. Bei einem derzeitigen Kursniveau von über 8 Euro wäre das natürlich ein Schnäppchen. Zudem ist ein Aufsichtsrat der Bundesregierung im Gespräch.

Außerdem könnte es im Vorfeld womöglich einen Kapitalschnitt in ähnlicher Höhe geben, bei dem die bisherigen Aktien eingezogen würden, nur um dann in einem zweiten Schritt an die Bundesregierung ausgegeben zu werden. Das würde zwar eine Verwässerung begrenzen, jedoch den Teil der bisherigen Investoren deutlich verringern. Es scheint ein komplexer Deal zu werden, der vermutlich einige Verlierer haben wird. In meinen Augen: das Management und die bisherigen Aktionäre.

Ein Blick auf die Auswertung

Wie gesagt: Noch sind das nicht die finalen Details, sie unterliegen einer gewissen Vorläufigkeit. Wobei eine offizielle Ad-hoc-Meldung womöglich etwas Gewicht haben dürfte. Dennoch könnte es natürlich Abweichungen geben, die jetzt noch verhandelt werden.

Unter diesen Prämissen hätte das Management allerdings den Staatseinfluss nicht abwiegeln können. Ein Mitspracherecht von ca. 25 % plus einer Stimme und ein Aufsichtsratsmandat sehen nach sehr viel Einflussnahme aus. Damit ist womöglich dem Ziel der Überschuldung und der nicht vorhandenen Wettbewerbsverzerrung Rechnung getragen. Jedoch eben nicht der Einflussnahme. Wobei abzusehen war, dass die Lufthansa aufgrund der schlechteren Ausgangslage zu Kompromissen bereit sein muss.

Eine zweite Gruppe von Verlierern wären wohl die Aktionäre. Diese müssten in einem möglichen Szenario auf bis zu ein Viertel ihrer Anteile verzichten, die faktisch an den Bund gingen. Das würde indirekt dann doch zu einer Verwässerung der bisherigen Position führen.

Wie gesagt: Es scheint ein komplizierter Deal zu werden und noch sind die ausgehandelten Konditionen nicht spruchreif. Allerdings können wir wohl davon ausgehend, dass die Wünsche des Managements teilweise ungehört bleiben.

The post Lufthansa vor Staatshilfe: Sind das die Details des Deals? (Psst, sie werden einigen nicht gefallen!) appeared first on The Motley Fool Deutschland.

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Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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