Manchmal können unvorhergesehene Ereignisse das Geschäft einzelner Unternehmen mächtig antreiben. So ist es auch dieses Jahr wieder einmal der Fall gewesen. Als das Coronavirus Anfang des Jahres in Erscheinung trat, wurden weltweit alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dessen Ausbreitung irgendwie einzudämmen. Welche Maßnahmen deswegen ergriffen wurden, ist allen von uns wohl noch in bester Erinnerung.

Unter anderem haben viele Firmen seit dem Ausbruch der Pandemie ihre Mitarbeiter ins Homeoffice verbannt. Nun gut, was heißt verbannt? Ich könnte mir vorstellen, dass die Masse der Beschäftigten mit dieser Lösung ganz gut zurechtkommt. Zumal ihnen beim Arbeiten kein Vorgesetzter auf die Finger schauen kann und es durchaus auch noch andere Vorteile gibt, wenn man von zu Hause aus seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht.

Homeoffice ist also populär geworden. Und es gibt natürlich einige Konzerne, die daraus ihren Nutzen ziehen können. Zwei von ihnen wollen wir uns deshalb im heutigen Artikel einmal kurz anschauen.

Oracle

Die US-amerikanische Oracle Corporation (WKN: 871460) mit Sitz in Redwood City (Kalifornien) zählt gemessen am Umsatz zu den größten Softwareherstellern der Welt. Der Spezialist für Datenbanken ist in 175 Ländern rund um den Globus aktiv und bei uns in Deutschland gibt es insgesamt elf Geschäftsstellen des Unternehmens.

Ohne Frage ist der durch die Coronapandemie verursachte Trend zur Heimarbeit für Oracle zum Wachstumsmotor geworden. Dies kann man auch an den Zahlen zum letzten Quartal sehr schön erkennen. Bei einem Umsatz von 9,37 Mrd. US-Dollar erwirtschaftete der Konzern einen Nettogewinn von 2,25 Mrd. US-Dollar. Dies ist ein um 5 % höheres Ergebnis als noch im Vorjahresquartal. Und es zeigt uns auch, wie profitabel Oracle arbeitet. Denn immerhin blieben hier 24 % des Umsatzes als Gewinn hängen.

Das gute Ergebnis spiegelt sich auch im Kurs der Oracle-Aktie wider. Erst am 12.10.2020 erreichte diese nämlich mit 61,46 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Insgesamt stieg ihr Kurs seit Anfang Januar bis heute um 13 % an. Aber die Investoren können nicht nur in diesem Jahr zufrieden sein. Allein in den letzten zehn Jahren ging es mit den Papieren um knapp 113 % nach oben. Derzeit weist die Aktie von Oracle ein KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von rund 15 auf und bietet dem Anleger eine Dividendenrendite von 1,57 %.

Ich gehe davon aus, dass nicht nur der Trend zur Heimarbeit auch nach der Pandemie weiter anhalten wird. Auch das Cloud-Geschäft sollte dank der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung weiterhin für stetiges Wachstum sorgen. Wer aktuell mit einer Aktie aus dem Technologiesektor liebäugelt, könnte mit Oracle vielleicht gerade fündig geworden sein.

Microsoft

Auch der amerikanische Technologiekonzern Microsoft (WKN: 870747) konnte davon profitieren, dass viele Unternehmen mittlerweile das Arbeiten ihrer Mitarbeiter im Homeoffice favorisieren. Denn schließlich wird dafür spezielle Software benötigt, um von zu Hause aus auch weiterhin Meetings und Konferenzen abhalten zu können. Es ist also daher nicht verwunderlich, dass die Nutzerzahlen von Microsofts Kollaborationsplattform Teams seit Anfang März stark angestiegen sind.

Schauen wir bei Microsoft einmal nicht auf das letzte Quartal, sondern auf die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2020, das bereits am 30.06. endete. Hier spiegelt sich meiner Meinung nach sehr deutlich der Erfolg des Unternehmens wider. Beim Umsatz sehen wir einen deutlichen Anstieg um 13,6 % auf 143 Mrd. US-Dollar. Und auch das Ergebnis je Aktie (EPS) konnte überzeugen. Hier ging es um fast 14 % auf 5,76 US-Dollar je Anteilsschein nach oben. Aufgrund der guten Ergebnisse konnte auch die Dividende angehoben werden. Somit steigt die Quartalsausschüttung von bisher 0,51 US-Dollar auf nun 0,56 US-Dollar je Aktie.

Blicken wir auch gleich einmal auf die Entwicklung der Microsoft-Papiere. Aufgrund der durchaus positiven Tendenzen durch Corona lieferten diese seit Anfang des Jahres ein erfreuliches Bild ab. Durch die Panik im März wurden sie nur kurz ausgebremst und konnten sich schnell wieder erholen. Am 02.09.2020 markierten sie mit 231,65 US-Dollar sogar einen neuen absoluten Höchststand. Im Moment notieren sie mit 220,31 US-Dollar (14.10.2020) aber wieder gut 5 % darunter.

Die Aussichten von Microsoft sind meines Erachtens weiterhin hervorragend. Das Unternehmen sollte aufgrund seines Geschäftsmodells sowohl für die aktuelle Pandemie als auch weit darüber hinaus bestens aufgestellt sein. Alles spricht dafür, dass Microsoft mit seinen Softwareprodukten und Cloud-Diensten weiter gutes Geld verdienen sollte. Wer genauso denkt, könnte sich also durchaus einmal etwas näher mit der Aktie beschäftigen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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Author: Andre Kulpa, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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