Dass man mithilfe von ETFs ein Vermögen aufbauen kann, dürfte sich bei vielen Investoren inzwischen herumgesprochen haben. Durch einen günstigen, diversifizierten und zugleich einfachen Ansatz können Anleger hierbei langfristig eine marktübliche Rendite erhalten. Das sind soweit die Basics, die inzwischen wohl hinlänglich bekannt sind.

Weniger bekannt könnte hingegen sein, dass man auch bei ETFs ein Vermögen sparen kann, und zwar bei der Auswahl und den Formalitäten rund um dieses Thema. Alleine zwei einfache Tricks genügen hierbei, um dich finanziell weit voranzubringen beziehungsweise noch weiterzubringen, denn auch die jeweiligen Fondsprodukte machen langfristig schließlich bereits einen bedeutenden Unterschied.

Achte auf die Gebühren!

Ein erster Ansatzpunkt, bei dem man im wahrsten Sinne des Wortes so beispielsweise ein Vermögen sparen kann, sind die jeweiligen Gebühren, die ein Fonds schluckt. Zugegeben, bei den Passivfonds sind diese in aller Regel sowieso bereits vernachlässigbar. Häufig spielen sich diese lediglich im niedrigen 0,x %-Bereich ab. Manchmal sogar noch mit einer Null dazwischen. Langfristig können Differenzen jedoch auch hier einen gewaltigen Unterschied bedeuten.

Mal angenommen, jemand spart so beispielsweise jeden Monat 250 Euro in einen oder mehrere ETFs und plant dies bis zu seinem Ruhestand zu tun, der möglicherweise noch 30 Jahre entfernt ist. Das ist gewiss ein langer Zeitraum, allerdings sind diese Passivfonds ja gerade geeignet, um über Jahre und Jahrzehnte zu investieren.

Jedenfalls bevorzugt dieser Anleger marktübliche Indexprodukte und erhält dementsprechend eine marktübliche Rendite von 7 % pro Jahr. Keine Bange, komplizierter soll’s an dieser Stelle auch nicht werden. Jedenfalls wird der ETF-Investor im Laufe seines Lebens ein Vermögen von 294.000 Euro aufbauen. Oder sagen wir einfach 300.000 Euro, weil das runder ist.

Dieser ETF-Investor würde alleine in seinem letzten Jahr bei einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,5 % 1.500 Euro an Gebühren bezahlen. Hätte er am Anfang allerdings die Augen offengehalten und würde lediglich 0,1 % bezahlen, lägen die Gesamtkosten in diesem Jahr bei lediglich 300 Euro. Und dabei handelt es sich bloß um die Spitze des Eisbergs.

Die geringen Gebühren fallen in den ersten Jahren des Vermögensaufbaus zwar nicht so stark auf, denn 0,5 % oder auch 0,1 % von 250 Euro sind vergleichsweise wenig. Langfristig machen solche Gebührenrahmen jedoch einen bedeutenden Unterschied aus. Oder gar ein Vermögen, sofern man diese Differenz über alle Jahre summieren würde.

Augen auf bei Broker- und Produktwahl

Ein zweiter Weg, um Kosten zu sparen, hängt außerdem mit der Wahl der jeweiligen Produkte und auch der Broker ab. Nicht alle Broker haben schließlich die gleichen subventionierten und beispielsweise kostenlosen Produkte in der Sparplanausführung. Und nicht alle Produkte sind zugegebenermaßen gleich, was Qualität und Gesamtkostenquote anbelangt.

Daher kann es ebenfalls einen bedeutenden Unterschied machen, sowohl bei der Auswahl der jeweiligen Fonds als auch mit Blick auf die Möglichkeit der Förderung durch kostenlose Sparplanangebote die Augen aufzumachen. Vor allem langfristig, wie auch hier einige Rechenbeispiele offenbaren.

Wer so beispielsweise seinen Wunschfonds bei einem Broker mit einem Sparplanaufschlag von 2,5 % erhält, wird einen nicht unerheblichen Teil der Rendite benötigen, um diese Kosten wieder hereinzuholen. Beziehungsweise zahlt er drauf, um die gleichen Anteile zu bekommen, die ein anderer Investor bei anderen Brokern möglicherweise für eine Sparplangebühr von 0,0 % erhält.

Sofern wir bei unserem Eingangsbeispiel mit den 250-Euro-Sparplanraten bleiben, würde der Gebührenzahler somit 6,25 Euro mehr bezahlen. Und das jeden Monat. Bei 30 Jahren an Sparplanausführungen summiert sich auch dieser Betrag auf 75 Euro pro Jahr und 2.250 Euro über den Gesamtzeitraum. Geld, das womöglich in einem ETF besser aufgehoben wäre als bei deinem Broker.

Einfache Ansätze, hoher Effekt

Die Beachtung der Gebühren (sowohl beim Fonds als auch bei den Sparplanausführungen) kann somit einen wertvollen Beitrag leisten, um mehr aus dem eigenen ETF-Ansatz herauszuholen und ein Vermögen zu sparen.

Natürlich bietet es sich gerade bei der Einfachheit der Passivfonds eher an, auf die Potenziale und Risiken und nicht allzu sehr auf die Einsparungen zu achten. Nichtsdestoweniger sind diese Tricks wohl eher in der Kategorie kurzweilige Basics zu verbuchen, wo ein wenig mehr Aufwand bedeutend mehr Ertrag bringen kann.

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Author: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst