China hat seine Subventionen für Elektroautos gekürzt, was derzeit die gesamte Autobranche spürt. Insolvenzen sind nicht mehr ausgeschlossen. Auch das Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2)-Investment BYD (WKN: A0M4W9) bleibt nicht verschont und spürte deshalb die Auswirkungen im dritten Quartal 2019 ganz deutlich.

So fiel der Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 88,6 %. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der Auto- und Batteriekonzern nun einen Ergebnisrückgang von etwa 43 %. Der Um- und Absatz reduzierten sich ebenfalls um insgesamt 9,17 % beziehungsweise 15 %.

Der aktuelle Kursrückgang hat vielfältige Ursachen

Neben den Subventionskürzungen wirkt sich aktuell die schwächelnde chinesische Konjunktur zusätzlich negativ auf BYD aus. Darüber hinaus nimmt der Wettbewerb weiter zu. Dabei sind zwar die vielen kleinen Hersteller keine Konkurrenz, aber das nun seine chinesische Massenfertigung aufnehmende Tesla (WKN: A1CX3T) schon eher. Das Unternehmen nimmt bereits Bestellungen für Autos aus seiner neuen 2-Mrd.-US-Dollar-Fabrik entgegen.

Das zusätzliche Angebot wird den Preisdruck weiter erhöhen. Und Gerüchten zufolge plant Tesla bereits eine weitere große chinesische Fabrik, sobald die europäische Massenproduktion aufgebaut ist. Dabei sollte man aber auch berücksichtigen, dass nur bei entsprechender Nachfrage (die derzeit nicht vorhanden ist) auch ein hoher Absatz erreicht werden kann, es sei denn, Tesla kann um seine Produkte einen Hype auslösen wie einst Apple (WKN: 865985) um sein Smartphone.

Im September 2019 fiel der chinesische Autoabsatz den 15. Monat in Folge, was zeigt, dass es sich um ein Branchen- und Konjunkturproblem handelt. Emissionsfreie Fahrzeuge erlebten dabei einen Absatzrückgang um deutliche 34,2 %.

BYD könnte dennoch langfristig profitieren

Aufgrund der Subventionskürzungen sinkt BYDs Gewinn, aber immerhin kann der Konzern noch schwarze Zahlen schreiben. Dennoch hat sich China für seine Städte eine gute Luftqualität zum Ziel gesetzt und könnte deshalb Verbrenner zukünftig höher besteuern, sodass emissionsfreie Autos wieder attraktiver würden.

Und nachdem sich der Markt bereinigt und angepasst hat, könnte BYD in der Folge sogar gestärkt und als Gewinner aus der jetzigen Krise hervorgehen. BYD gehört zu den größten Autoherstellern im Land, weshalb es gut Chancen hat, die aktuelle Schwächephase zu überstehen.

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Diese Erfindung könnte dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen

Bisher werden Elektroautos auch deshalb kaum gekauft, weil es kein flächendeckendes Ladennetz gibt und die Aufladung (im Vergleich zum Benziner) noch zu lange dauert. Dies könnte sich aber nun bald ändern.

So hat Echion Technologies eine neue Lithium-Batterie entwickelt, die statt Graphit einen noch unbekannten Werkstoff enthält (es soll sich um ein Pulver handeln), der eine Ladung in nur sechs Minuten ermöglichen soll. Im Vergleich zu vielen anderen Erfindungen ist für sie sogar bald die Massenfertigung vorgesehen. Dies wäre in der Tat ein Durchbruch, denn nur eine Ladesäule an jedem Parkplatz oder Ladezeiten an einer Tankstelle von 30 Minuten oder mehr sind entweder sehr aufwendig oder unpraktisch.

2.400 Kilometer Reichweite sind möglich

Altbekannte Erfindungen erleben in Zeiten der Notwendigkeit wieder eine neue Blüte. Eine davon ist die Aluminium-Luft-Batterie. Sie besitzt gegenüber der Lithium-Ionen-Batterie eine viel höhere Energiedichte, hatte bisher allerdings den Nachteil eines gefährlichen Elektrolyts.

Dem britischen Ingenieur Trevor Jackson gelang nun jedoch die Entwicklung einer ungefährlichen Elektrolyt-Alternative, wobei die Energiedichte erhalten bleibt. Nachteilig ist aber weiterhin die fehlende Aufladbarkeit. So müssten die Batterien an einer Tankstelle gewechselt werden, was zwar schneller als eine Aufladung ist, aber eventuell auch eine höhere Umweltbelastung mit sich bringen würde.

Mit Austin Electric interessiert sich bereits ein Unternehmen für die Erfindung, das Aluminium-Luft-Batterien nun zur Marktreife führen möchte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Tesla. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.  Short Januar 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien). Christof Welzel besitzt Berkshire Hathaway-Aktien.

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Author: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst