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Coronavirus-Lektion: Bilanzen sind wichtig

Eine schwere globale Rezession war noch vor wenigen Monaten undenkbar. Die Aktien stiegen, die Volkswirtschaften expandierten und der Optimismus war groß.

Der neuartige Coronavirus-Ausbruch, der seinen Ursprung in China hat, breitet sich nun weltweit aus, und die Regierungen schließen Schulen und Unternehmen. Eine Rezession scheint nun unausweichlich. Der US-Finanzminister Steven Mnuchin soll am Dienstag einige Senatoren gewarnt haben, dass die Arbeitslosenquote aufgrund der Pandemie auf 20 % steigen könnte.

Wenn alles gut läuft, sorgen sich die Investoren um das Wachstum. Gewinnwachstum, Umsatzwachstum, Cashflow-Wachstum. Der Bilanz wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Unternehmen werden von der Börse nicht dafür belohnt, dass sie konservativ sind, wenig Schulden machen und für schlechte Zeiten Geld sparen.

Aber wenn dann doch die Krise kommt, so wie jetzt, schauen alle auf die Bilanz. Diese Krise wird einige Unternehmen in den Bankrott treiben. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Unternehmen, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben, Schulden zu nutzen, um Aktienrückkäufe zu finanzieren, bekommen jetzt die Rechnung präsentiert.

Für Investoren ist es am wichtigsten, sicherzustellen, dass die Unternehmen in ihrem Portfolio in der Lage sind, eine brutale Rezession zu überstehen. Hier sind drei, die kein Problem haben sollten.

Es ist Buffetts Zeit zu glänzen.

Warren Buffett’s Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) hält seit Jahren sein Pulver trocken, da es für den legendären Investor immer schwieriger wurde, geeignete Kandidaten zu finden. Berkshire beendete 2019 mit mehr als 120 Milliarden US-Dollar in bar in der Bilanz, weit über dem von Buffett gewollten Mindestbetrag von 20 Milliarden US-Dollar.

Diese Barmittel dienen zwei Zwecken. Erstens bietet es einen massiven Puffer gegen sich verschlechternde Geschäftsergebnisse. Berkshire besitzt eine große Anzahl von Unternehmen, die Versicherungen, Energie, Eisenbahnen und eine Reihe anderer Branchen beinhalten. Eine Rezession wird sie alle in unterschiedlichem Maße treffen, und die extrem niedrigen Zinssätze werden die Versicherungsgeschäfte unter Druck setzen. Aber Berkshire hat so viel Geld, dass das Überleben nicht zur Debatte steht.

Der große Barbestand gibt Buffett auch Munition, um Geschäfte zu machen, wenn die Märkte zusammenbrechen. Buffett hat während der Finanzkrise viele lukrative Schritte unternommen, und er wird wahrscheinlich versuchen, in dieser Krise dasselbe zu tun. Buffett könnte sehr wohl fast 100 Milliarden US-Dollar einsetzen, wenn er die richtigen Gelegenheiten findet.

Die Berkshire-Aktie wird durch den Ausverkauf schwer getroffen, und das wird sich wahrscheinlich fortsetzen, wenn der Aktienmarkt weiter einbricht. Aber Berkshire könnte der größte Gewinner sein, wenn die Krise erst vorbei ist.

Ein Berg von Bargeld

Apple (WKN:865985) wird in den kommenden Quartalen ziemliche Schmerzen haben. Die Lieferkette wurde auf den Kopf gestellt, als sich der Ausbruch auf China beschränkte, was zu einem Mangel an Produkten führte. Jetzt, wo sich der Virus weltweit verbreitet, könnte die Nachfrage nach den Produkten von Apple einbrechen.

Während die Einnahmen und Erträge von Apple enorme Verluste erleiden werden, wird die Bilanz diese Krise überstehen. Ende 2019 verfügte Apple über mehr als 200 Milliarden US-Dollar in bar und in marktgängigen Wertpapieren. Das Unternehmen hatte auch etwas mehr als 100 Milliarden US-Dollar Schulden, was ihm eine Netto-Cash-Position von etwa 100 Milliarden US-Dollar verschafft.

Wie Berkshire wird dieses Barvermögen Apple die Möglichkeit geben, Übernahmen zu günstigen Konditionen durchzuführen. Es macht es auch unmöglich, dass sich die Ergebnisse von Apple so stark verschlechtern, dass sie das Überleben des Unternehmens gefährden. Es ist ungewiss, wie die Nachfrage nach Apple-Produkten während und nach dieser Krise aussehen wird. Aber Apple wird immer noch da sein, um teure Geräte zu verkaufen, egal wie schlimm die Situation wird.

Ein Schuhunternehmen mit Durchhaltevermögen

Jedes Unternehmen, das Bekleidung oder Schuhe verkauft, wird wahrscheinlich von der kommenden Rezession schwer getroffen werden. Skechers (WKN:922814) wird mit ziemlicher Sicherheit einen, vielleicht sogar erheblichen, Umsatzrückgang erleben. Die Aktie ist im vergangenen Monat um mehr als 50 % gesunken, da sich die Anleger auf das Schlimmste gefasst machen.

Aber Skechers ist aufgrund seiner Bilanz einzigartig. Ende 2019 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und Investitionen in Höhe von 1,03 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtverschuldung belief sich auf 121 Millionen US-Dollar, was eine Netto-Cash-Position von mehr als 900 Millionen US-Dollar ergab.

Das ist eine Menge Bargeld für ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von knapp über 5 Milliarden US-Dollar. Skechers hat in den letzten Jahren etwas Geld für Aktienrückkäufe ausgegeben, aber das Unternehmen hat immer noch eine bombensichere Bilanz. Diese Entscheidung erweist jetzt sich als vorausschauend, da die Wirtschaft stillgelegt wird und die Nachfrage einbricht.

Die Ergebnisse von Skechers werden hässlich werden, aber die Bilanz wird es ermöglichen, diesen Sturm zu überstehen.

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Dieser Artikel wurde von Timothy Green auf Englisch verfasst und am 18.03.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Skechers und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short Januar 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short März 2020 $225 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Author: Motley Fool beitragende Investmentanalysten

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