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Boeing vs. Airbus – welche Aktie ist der bessere Kauf?

Die beiden ewigen Konkurrenten der Luftfahrt werden im Hinblick auf Flugzeugbestellungen und Produktionspläne seit Jahr und Tag miteinander verglichen, aber welche der beiden ist derzeit die bessere Investition? Werfen wir mal einen Blick auf die Risiko- und Ertragsberechnungen, die vor einem Kauf der Aktien erfolgen muss.

SWOT-Analyse von Boeing und Airbus

In der folgenden SWOT-Tabelle („strength, weaknesses, opportunities, threats“ – zu Deutsch: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken) gehen wir auf die einzelnen Bereiche ein. Es ist nicht überraschend, dass die Wiederinbetriebnahme der Boeing 737 MAX bei der Betrachtung der Aussichten für Boeing eine große Rolle spielt, aber andere Schlüsselfragen sehen dann für die beiden Unternehmen doch ganz unterschiedlich aus – nämlich die operative Leistung (da ist Boeing besser) und das Potenzial für eine Belebung der Großflugzeuge in naher Zukunft (Boeing sieht auch da besser aufgestellt aus).

Zur Einordnung: Boeing gilt auch als starke Militäraktie, aber wir konzentrieren uns auf die zivile Luftfahrt, denn dort erwirtschaften beide Unternehmen den Großteil ihres Gewinns.

Unternehmen Stärken Schwächen Chancen Risiken
Boeing (WKN: 850471) Konnte in der Vergangenheit erfolgreich die Produktion hochfahren Das Debakel um die 737 MAX hat Spuren hinterlassen Aggressive Margenerweiterung, Wachstumschancen durch Boeing Global Services, verstärkte Nachfrage nach großen Flugzeugen Dass die 737 MAX nicht wie geplant in Betrieb genommen wird; Markt für Wide-Bodys bleibt schwach
Airbus (WKN: 938914) Führend im Bereich Narrow-Body Aircraft Marge und Cashflow nicht berauschend; A380 und A330 haben enttäuschenden Absatz gefunden 737 MAX-Debakel ist eine Chance, operative Leistung kann verbessert werden Dass die Produktion nicht nachkommt und die Margen enttäuschend sind

Quelle: eigene Analyse

Das Risiko bei der 737 MAX

Es versteht sich von selbst, dass das Risiko, dass die 737 MAX nicht rechtzeitig in den Flugbetrieb zurückkehrt, derzeit die Boeing-Aktien stark beeinträchtigt. CEO Dennis Muilenburg glaubt, dass die Wiederinbetriebnahme im Oktober stattfinden wird, räumt aber auch ein, dass diese Wiederinbetriebnahme letztlich schrittweise erfolgen könnte.

All dies ist von großer Bedeutung, denn abgesehen von den offensichtlichen Cashflow-Problemen und Reputationsschäden, die eine Verzögerung verursachen würde, wird sich eine verzögerte Wiederinbetriebnahme auf Boeing operativ auswirken. So hat Muilenburg bereits in Aussicht gestellt, dass Boeing die 737-Produktion vorübergehend einstellen könnte, wenn die Wiederinbetriebnahme nicht zu gegebener Zeit eintritt.

Sollte sie jedoch im Oktober stattfinden, will Boeing im nächsten Jahr die Produktion der 737 auf 57 Exemplare pro Monat steigern. Derzeit sind es 42 Stück. Ein solches Maß an Unsicherheit bringt die Lieferanten sicherlich in eine schwierige Planungsposition, und da Produktionsanläufe ein wichtiger Bestandteil der Pläne von Boeing zur Margensteigerung sind, ist dies möglicherweise ein Problem. Darüber hinaus dürfte der Start des New Midsize Airplane (NMA) von der Wiederinbetriebnahme der 737 MAX abhängen – und sich wohl auch verschieben.

Was Airbus betrifft, so kann man sagen, dass der Konzern aufgrund der Herausforderungen bei der Steigerung der Produktion der A320-Familie nicht ideal positioniert ist, um die Probleme von Boeing mit der 737 MAX für sich zu nutzen. Aber sagen wir es mal so: Etwas einfacher dürfte es deswegen derzeit schon sein, Airbus-Flugzeuge an den Mann zu bringen.

Darüber hinaus kann Boeing schlicht nicht mit dem neueren und fortschrittlicheren Airbus A320 NEO konkurrieren.

Boeing zeigt die bessere operative Leistung

Die Boeing-Aktien bergen derzeit definitiv mehr Risiken, bieten aber letztlich wohl auch mehr Chancen. Mein Kollege Adam Levine-Weinberg von The Motley Fool hat festgestellt, dass Airbus bei der Einhaltung der Lieferpläne eine eher durchwachsene Bilanz aufweist.

Die operativen Probleme für Airbus fließen in Kennzahlen wie Gewinnmarge und der Generierung des freien Cashflows (FCF) ein. Wie man in der folgenden Grafik sieht, ist die FCF-Marge von Boeing konstant höher als die von Airbus. Der FCF von Boeing war in den letzten fünf Jahren durchschnittlich fünfmal so hoch wie der von Airbus. Die derzeitige Marktkapitalisierung von Boeing ist jedoch nur etwa doppelt so hoch wie die des Konkurrenten.

Darüber hinaus hat Boeing aggressive Pläne zur Verbesserung der operativen Marge bei Boeing Commercial Airplanes (BCA) und auch im schnell wachsenden Segment Boeing Global Services (BGS). Die Aussichten von Boeing für die nächsten fünf Jahre sind günstig, vorausgesetzt, die 737 MAX wird wieder in Betrieb genommen.

Chart vom Autor

Wenn Muilenburg damit recht hat, dass ab dem nächsten Jahr die Nachfrage nach großen Jets steigen wird, dann sind die 787 und die neuen 777X-Flugzeuge besser für den Wettbewerb aufgestellt. Die folgende Grafik zeigt, dass Airbus in der Vergangenheit im Narrowbody-Markt einen Vorsprung bei den Aufträgen hatte, Boeing hingegen ist der klare Marktführer im Wide-Body-Markt.

Chart vom Autor

Was bedeutet das für Investoren?

Beide Unternehmen und ihre Aktien sind für langfristige Investoren attraktiv. Aber wer sich hier und jetzt für eine Aktie entscheiden will, der sollte als risikoscheuer Anleger Airbus wählen, als aggressiver Investor Boeing bevorzugen.

Allerdings könnte man die Entscheidung auch so lange rauszögern, bis Boeing die 737 MAX wieder in Betrieb nimmt und so das Risiko schwindet. Sollte das bald gelingen, dürfte Boeing die bessere Aktie sein.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Lee Samaha besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 19.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt

 

Motley Fool Deutschland 2019

The Motley Fool
Author: Lee Samaha

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