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Bietet dieses DAX-Unternehmen jetzt eine einmalige Chance?

Die Coronapanik hat die Börsen in den letzten Wochen stark fallen lassen. Auf den ersten Blick schmerzt zwar der Blick in das eigene Depot, jedoch eröffnet der Abverkauf nun auch Chancen für langfristige Investoren, Qualitätsaktien günstiger zu bekommen. Ein gutes Beispiel dafür ist aus meiner Sicht aktuell adidas (WKN: A1EWWW).

Die Auswirkungen des Coronavirus auf adidas

Allgemein ist es natürlich sehr schwer, genau abzuschätzen, wie stark die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf einzelne Unternehmen sind. Bei adidas besteht jedoch der Vorteil, dass sie erst am 11. März ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht haben. Daher konnten sie in ihrem Ausblick auf 2020 schon konkret auf die Auswirkungen der Coronakrise in China eingehen. Nachdem das China-Geschäft in den ersten drei Wochen des Jahres gut angelaufen war, musste adidas bis Ende Februar anschließend Umsatzrückgänge von rund 80 % gegenüber dem Vorjahr in China hinnehmen. In den folgenden Wochen erholte sich das China-Geschäft langsam, da immer mehr Geschäfte wieder geöffnet wurden. Insgesamt wird der Q1-Umsatz in China im Vergleich zum Vorjahr um rund eine Milliarde Euro fallen und das Betriebsergebnis wird um 0,5 Mrd. Euro zurückgehen.

Nachdem sich das Coronavirus nun weltweit so stark verbreitet hat und in vielen Ländern alle Läden geschlossen wurden, wird adidas auch in anderen Regionen massive Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Adidas hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 5,9 Mrd. Euro Umsatz pro Quartal gemacht. Nimmt man nun die Daten aus China als Maßstab, dann muss adidas pro Quartal mit einem Umsatzrückgang von über 4,7 Mrd. Euro rechnen.

Adidas steht auf einem starken Fundament

Man sieht also, dass adidas stark von den Folgen der Coronakrise getroffen wird. Die Umsätze werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Quartalen sehr stark einbrechen. Dies wird auch dazu führen, dass der Gewinn einbrechen wird. Daher ist es nun essenziell, zu schauen, wie stark das Fundament ist, auf dem adidas steht. Und dieses Fundament ist aus meiner Sicht sehr stark. Zum einen hat adidas seit mehr als 15 Jahren immer einen Jahresüberschuss erzielt. Selbst in den Zeiten der Finanzkrise hat es adidas geschafft, am Ende des Jahres Gewinne zu erzielen. Daher wäre selbst ein Verlust in diesem Jahr kein Beinbruch, weil man aufgrund des guten Geschäftsmodells in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder Gewinne erzielen wird.

Um diese Gewinne in den kommenden Jahren erzielen zu können, muss adidas jedoch die aktuelle Situation überleben. Dies sollte in meinen Augen aber auch kein Problem sein. Ende 2019 hatte adidas ein Eigenkapital von über 7 Mrd. Euro. Dieses Polster sollte mehr als genügen, um diese kurzzeitige Krise zu bewältigen. Hinzu kommt, dass adidas im vergangenen Jahr knappe 1,5 Mrd. Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet hat. Theoretisch läge hier also auch noch viel Einsparpotential, wenn es hart auf hart kommt. Auch adidas selbst ist guter Dinge, die Coronakrise zu überstehen. Aus diesem Grund wird die Dividende in diesem Jahr nicht nur konstant gehalten, sondern sogar um mehr als 10 % erhöht.

Jetzt gibt es adidas-Aktien so günstig wie lange nicht mehr

Kurz- und mittelfristig trifft die Coronakrise adidas sehr hart. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass adidas die Krise überstehen wird, ohne langfristige Schäden davonzutragen. Sobald das öffentliche Leben weltweit wieder in normalen Bahnen verläuft, werden sich auch die Umsätze bei adidas wieder normalisieren. Daher bin ich der Meinung, dass adidas auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre ohne Probleme wieder auf den Stand von 2019 zurückkehren kann und anschließend auch dem vorherigen Wachstumspfad weiter folgen kann.

Daher sehe ich jetzt eine wirklich gute Chance, adidas zu einem Schnäppchenpreis zu bekommen. Das KGV liegt aktuell bei knapp unter 20 (Stand: 24.03.2020) und die Dividendenrendite bei über 2 %. Letztmals gab es die adidas-Aktien vor rund 9 Jahren so günstig. Natürlich kann es auch gut sein, dass man die adidas-Aktie in den kommenden Wochen noch günstiger kaufen kann. Jedoch sollte aus meiner Sicht jeder langfristige Investor hellhörig werden, wenn eines der wohl erfolgreichsten Unternehmen Deutschlands mit einem Abschlag von über 40 % zum Allzeithoch gehandelt wird.

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Robin Gey besitzt Aktien von adidas. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Author: Robin Gey, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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