Aufgrund der Turbulenzen rund um die Nikola (WKN: A2P4A9)-Aktie wurde zuletzt auch die Nel (WKN: A0B733)-Aktie in Mitleidenschaft gezogen. Sie war zuvor allerdings auch bereits zu stark gestiegen und musste aus diesem Grund ebenfalls korrigieren.

Das kleine norwegische Unternehmen ist jedoch nicht ausschließlich von Nikola abhängig und kann sich deshalb zukünftig über viele Bestellungen von anderen Unternehmen weiterentwickeln.

1. Nel verbucht weiteren Tankstellen-Auftrag

Dies belegt eine aktuelle Wasserstoff-Tankstellen-Bestellung von Everfuel Europe im Wert von 1,6 Mio. Euro. Die Niederlande haben Wasserstoff als Öl- und Treibstoff-Ersatz für sich entdeckt. Deshalb baut das Land derzeit sowohl Windparks zur Produktion, Speichermöglichkeiten als auch ein Wasserstoff-Tanknetz auf.

„Die Tankstelle ist unsere neueste Generation, die für die schnelle Betankung von schweren Nutzfahrzeugen wie Bussen und Lastwagen entwickelt wurde, und wir sind stolz darauf, Everfuel dabei unterstützen zu können, grünen Wasserstoff in ganz Europa erschwinglich anbieten zu können“, so Nel Hydrogens Vertriebsdirektor Hens Egholt.

2. Ballard Power Systems versechsfacht Produktion

Auch Ballard Power Systems (WKN: A0RENB)-Aktien sind bereits stark gestiegen und könnten deshalb korrigieren. Aktuell freut sich der kanadische Brennstoffzellen-Hersteller aber immer noch über sehr viele Bestellungen, die das Unternehmen dazu veranlassten, seine Produktionskapazität ausbauen.

So wird Ballard Power Systems im nächsten Jahr in Vancouver (Kanada) bereits jährlich bis zu 6 Mio. Membran-Elektrodeneinheiten (MEA) produzieren. Damit wird die Fabrik die weltweit größte ihrer Art sein. Das Unternehmen zielt mit seinen Brennstoffzellen vor allem auf die Mittel- und Schwerlast-Mobilität wie Busse, Züge, Lkws oder Schiffe.

„Wir haben uns darauf konzentriert, unseren Plan der operativen Exzellenz zu erreichen, indem wir die Produktionskapazität erheblich erweitern. Zusätzlich zur erhöhten MEA-Produktionskapazität erweitern wir gleichzeitig unsere Kapazität für Brennstoffzellen und die Montage kompletter Module sowie Motoren in Vancouver um das Sechsfache“, so Ballard Powers Produktionsdirektor Dr. Lee Sweetland.

Mit zunehmender Produktionsgröße steigt so Ballards Chance auf eine Verbesserung der Gewinnmare und Kostenreduktion.

3. Siemens Energy und Siemens Mobility schließen Absichtserklärung

Auch in Deutschland haben viele Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt. So tun sich jetzt Siemens Energy (WKN: ENER6Y) und Siemens Mobility zusammen, um Wasserstoff-Komplettlösungen für Bahnen zu entwickeln. Im Fokus steht die Sektorkopplung. Dazu gehört ein kombiniertes Wasserstoffproduktions- und Betankungssystem für entsprechende Züge.

„Die Dekarbonisierung der Energiesysteme ist ein zentrales Ziel von Siemens Energy. Eine Schlüsselrolle hierbei spielt die sogenannte Sektorkopplung – die energetische Verknüpfung von zuvor separaten Sektoren wie Strom- und Wärmeerzeugung oder Mobilität. Diese kann – vollständig CO2-frei – durch die Elektrolyse von Wasser mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen erreicht werden. Gemeinsam mit Siemens Mobility wollen wir die Sektorkopplung vorantreiben, indem wir unter anderem eine Elektrolyse- und Betankungslösung zur Schnellbetankung von Wasserstoffzügen entwickeln“, so Prof. Dr. Armin Schnettler, CEO New Energy Business bei Siemens Energy.

Siemens hat vor allem den zukünftigen Ersatz von Diesel- durch Wasserstoffzüge im Blick. Dies wird weiter voranschreiten, sodass sich der Konzern umstellen muss, um davon profitieren zu können. Er hat dabei nicht nur die eigenen Loks im Blick, sondern möchte auch an Kundenprojekten mitverdienen. Siemens wird so zum Komplettanbieter für den umweltfreundlichen Schienenverkehr.

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Author: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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