In einer immer schneller werdenden digitalen Welt, in der Geschäfte von fast überall aus getätigt werden können, boomt das Geschäft mit elektronischen Vereinbarungen und Verträgen. DocuSign (WKN: A2JHLZ) lieferte in seinem letzten Quartal eine herausragende Leistung ab, und Anfang dieses Monats bemerkte CEO Daniel Springer während einer Branchenkonferenz, dass der gesamte adressierbare Markt des Unternehmens bis zu 45 Milliarden US-Dollar betragen könnte.

Angesichts der anhaltenden Verschiebung der Geschäftsgewohnheiten könnte dieses Unternehmen die nächste Cloud-Software-Plattform sein, die steil auf dem Weg nach oben ist.

Das Umsatzwachstum beeindruckt mal wieder

DocuSign hat es sich zur Gewohnheit gemacht, seine Gesamteinnahmen jedes einzelne Jahr zu erhöhen, und das letzte Quartal war so überragend, wie man es erwarten konnte. Ein starker Anstieg der Gesamtzahl zahlender Kunden brachte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 45 % mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode.

Ein Teil davon könnte auf den Anstieg der Vertriebs- und Marketingausgaben des Unternehmens um 29 % im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen sein. Aber mehr als ein paar Kunden haben sich sicherlich aufgrund der Pandemie für DocuSigns E-Agreement Management Services entschieden.

Man könnte argumentieren, dass kleinere Kunden potenziell vor einer Umstellung auf digitale Verträge zurückschrecken würden, da eine durchschnittliche Papiereinsparung von 36 US-Dollar pro Vertrag die von der Pandemie betroffenen Unternehmen derzeit nicht dazu verleiten könnte, Zeit und Geld in Workflow-Verbesserungen zu investieren. Im letzten Quartal war jedoch im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Gesamtkundenzahl um 39 % und ein Anstieg um 55 % bei den Unternehmens- und Geschäftskunden zu verzeichnen.

Je besser die Unternehmensqualität wird, desto höher die Margen

DocuSign hat sich darauf konzentriert, von Skaleneffekten zu profitieren, und der jüngste Zustrom von Kunden hat dazu beigetragen, das Unternehmen weiter in Richtung Rentabilität zu bringen. Während die Bruttomarge des Unternehmens konstant bei 74 % blieb, konnte das Unternehmen seine Betriebskosten als Prozentsatz der Gesamteinnahmen senken. Im Einzelnen sanken die allgemeinen und Verwaltungskosten um zwei Prozentpunkte und die Vertriebs- sowie Marketingausgaben um sieben Punkte.

Der größte Schwerpunkt des Unternehmens lag zweifellos in seinen Bemühungen, seinen Kundenstamm aufzubauen, und trotz jahrelanger Umsatzsteigerungen hat DocuSign bis heute keinen Nettogewinn erzielt. Zwar wollen wir nicht unter den Tisch fallen lassen, dass das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren positive bereinigte Gewinne ausgewiesen hat. Dabei wirkten sich vor allem aktienbasierte Vergütungen und damit verbundene Steuern aus, die ergebniswirksam sind. Aber auch so gilt wohl, dass durch die Kombination von geringeren Ausgaben mit höheren Einnahmen der Tag für unbereinigte Gewinne nicht mehr fern ist.

Der freie Cashflow macht einen großen Sprung

Tatsächlich haben die sich verbessernden Margen von DocuSign zu sinkenden Nettoverlusten in Prozent der Gesamteinnahmen geführt. Die Nettoverluste für die letzten sechs Monate gingen im Jahresvergleich um etwa 2 Millionen Dollar zurück und verringerten sich von 25 % der Gesamteinnahmen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 auf 18 % in diesem Jahr.

Auch der freie Cashflow stieg im zweiten Quartal deutlich an, und zwar von 12 auf 100 Mio. US-Dollar im Jahresvergleich. Somit kann das Unternehmen kontinuierlich in die Verbesserung seiner Produkte investieren, um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.

Insgesamt gibt DocuSign viel für die Verbesserung seines Angebots aus und positioniert seine Produkt-Cloud als One-Stop-Lösung für digitales Vertragsmanagement. Es hat kürzlich eine Facebook (WKN: A1JWVX)-Integration veröffentlicht, die den Zugriff auf DocuSign über einen Facebook-Chatbot ermöglicht, und es hat gerade eine neue Workflow-Vorlage eingeführt, die Unternehmen dabei hilft, gemeinsame Vertragsprozesse schnell zu konfigurieren. Darüber hinaus erwarb das Unternehmen Liveoak Technologies, um Videokonferenz-Software zur Digitalisierung des Beglaubigungsprozesses zu integrieren und so den Vertragsabschlussprozess noch weiter zu beschleunigen.

Mit Blick auf die Zukunft hat das Unternehmen zur Jahresmitte für das Geschäftsjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 1,39 Mrd. US-Dollar veranschlagt, was einem Anstieg von 43 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei erwarten Analysten, dass das zweistellige Wachstum noch einige Zeit anhalten wird. Tatsächlich hat das Management behauptet, dass DocuSign sich in einer sehr günstigen Position innerhalb der Branche befindet. Der Spezialist ist etwa sechsmal so groß wie sein nächstgrößter Konkurrent im Bereich der elektronischen Signaturen. Was den Rest der DocuSign Agreement Cloud angeht, teilt sich das Unternehmen in etwa die Führung mit seinem Rivalen. Mit einer so starken Positionierung und einer Marktchance, die sich dank der Ereignisse des Jahres 2020 nur noch schneller ausweitet, spricht aus meiner Sicht vieles dafür, DocuSign auf die Watchlist zu setzen.

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Dieser Artikel wurde von Christine Williams auf Englisch verfasst und am 27.09.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. Christine Williams hat keine Position in einer der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von DocuSign und empfiehlt DocuSign.

Motley Fool Deutschland 2020

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Author: Christine Williams

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