Der Starinvestor Warren Buffett begeistert seit Jahrzehnten Investoren auf der ganzen Welt. Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) verfügt er über verschiedene Beteiligungen an so manchen großartigen Unternehmen. Die meisten Aktien aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway hat der Großmeister in der Vergangenheit selbst ausgesucht und mit ihnen atemberaubende Renditen für seine Aktionäre erwirtschaftet.

Das Orakel von Omaha wird jedoch zunehmend älter und wird sich früher oder später aus dem Geschäft zurückziehen. Bei jüngeren und neuen Beteiligungen kann man daher nur noch spekulieren, wer schlussendlich die Kaufentscheidungen trifft. Denn es liegt nahe, dass Warren Buffetts Protegés, Ted und Todd, zunehmend mehr Entscheidungen selbst treffen dürfen und Warren Buffett vermutlich beratend zur Seite steht.

Wie auch immer, es gibt zwei Aktien, die bereits im Portfolio von Berkshire Hathaway enthalten sind und im Moment für Investoren, die sich für Warren-Buffett-Beteiligungen interessieren, einen näheren Blick wert sein könnten.

Dabei handelt es sich zum einen um Amazon (WKN: 906866), dem E-Commerce-Giganten, und zum anderen um Costco Wholesale (WKN: 888351), eine Großhandelskette.

Amazon

Der E-Commerce-Akteur Amazon ist das Onlinewarenhaus schlechthin. Man findet mittlerweile, so ist zumindest mein persönliches Gefühl, jedes Produkt online. Die meisten Produkte werden dabei von Verkäufern über die Handelsplattform von Amazon verkauft, woran Amazon dann verdient. Doch Amazon stellt zunehmend auch selbst Produkte her und verkauft diese dann direkt. Man denke dabei etwa an die Alexa-Sprachsysteme oder den FireTV-Stick.

Die Aufnahme von Amazon in das Portfolio von Berkshire Hathaway haben wir wohl entweder Ted oder Todd zu verdanken. Warren Buffett hat lange Zeit nichts von den überbewerteten Internetfirmen gehalten und entsprechend die Finger davon gelassen. Bei Amazon hat er sich jedoch nicht nur einverstanden erklärt, sondern bereut es sogar, nicht schon eher eingestiegen zu sein.

Amazon profitiert im Moment ganz klar von den Folgen des Coronavirus, da durch den Lockdown viele Geschäfte geschlossen sind und daher viele Konsumenten ihre Kaufbedürfnisse online befriedigen müssen. Das treibt allen voran die Online-Shopping-Umsätze in die Höhe, wie auch die jüngsten Quartalsergebnisse unterstreichen.

Weitere Wachstumstreiber sind definitiv AWS (Amazon Web Services), das Cloud-Geschäft von Amazon, das stark wächst und operative Gewinne abwirft. Zudem scheint auch das Werbegeschäft auf der Amazon-Plattform zunehmend attraktiver zu werden.

Costco Wholesale

Die Großhandelskette Costco Wholesale verdient seine Brötchen damit, eingekaufte Güter nur knapp über dem Einkaufspreis wieder zu verkaufen. Die Marge ist dementsprechend gering, jedoch wird der Fokus ganz klar auf die Skaleneffekte gelegt. Desto mehr Volumen verkauft wird, desto mehr bleibt übrig.

Noch wichtiger ist, dass Costco Wholesale mit einem Mitgliedschaftsmodell arbeitet. Das heißt, um diese günstigen Konditionen wahrzunehmen, muss man sich als Mitglied anmelden und einen Beitrag zahlen. Die Kunden nehmen das gerne hin, da sie bei den Einkäufen viel mehr sparen. Das schafft auch gleichzeitig den Anreiz für die Kunden, ihre Einkaufsaktivitäten auf Costco Wholesale zu konzentrieren, um das Maximum aus der Mitgliedschaft zu holen – eine wirklich clevere Taktik.

Offensichtlich wurde diese Position von Warren Buffett ausgewählt, immerhin ist die Erstbeteiligung an Costco Wholesale etwa 20 Jahre her. Betrachtet man den Kursverlauf der Aktie, kann man feststellen, dass diese Position zu den erwähnten atemberaubenden Renditen beigetragen hat.

E-Commerce oder Großhandel?

Als Privatinvestor stellt sich nun die Frage, ob man in den E-Commerce-Riesen investieren möchte, der mit Cloud- und Werbegeschäften diversifizierter erscheint und möglicherweise auch ein höheres Expansionspotenzial aufweist.

Oder aber man wählt die Großhandelskette Costco Wholesale, die nach wie vor beeindruckend ihre Umsätze zu erhöhen weiß. Zudem hat auch Costco von der erhöhten Nachfrage nach Gütern wie beispielsweise Toilettenpapier profitiert.

Beide Unternehmen scheinen vieles richtig zu machen und sind operativ von der Coronakrise nicht direkt betroffen. Man kann sich hier natürlich vor die Wahl stellen, aber man könnte genauso einen Blick auf beide Werte riskieren, wie ich finde.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool empfiehlt Costco Wholesale.

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Author: Caio Reimertshofer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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