Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Börsencrashs oder Korrekturen so gut wie unvermeidlich sind. Auch dieses Jahr, nachdem die Aktien seit dem Tiefstand vom 23. März eine gewaltige Rallye hingelegt haben. In jedem der vergangenen acht Bärenmärkte gab es innerhalb von drei Jahren nach einem Markttief insgesamt 13 Korrekturen oder Crashs. Die lagen bei zwischen 10 % und 19,9 % (nicht gerundet). Das bedeutet, dass jeder neue Bullenmarkt eine oder zwei ziemlich große Korrekturen erlebt.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Denn jede Korrektur oder jeder Crash hat sich als Kaufgelegenheit für langfristig denkende Anleger erwiesen. Seit 1950 gab es 38 offizielle Korrekturen im breit angelegten S&P 500, und jede einzelne wurde schließlich durch eine Rallye wettgemacht.

Die große Frage ist: Welche Aktien sollte man kaufen, wenn der Markt crasht?

Wer 1.000 Euro hat, die nicht unbedingt benötigt werden oder als Notreserve dienen, der sollte sich in so einer Situation folgende drei Aktien anschauen.

Okta

Ganz gleich, wie sich die US-Wirtschaft entwickelt, eine wachstumsstarke Branche, die sich auf eine konstante Nachfrage verlassen kann, ist Cyber-Security. Hacker und Roboter kennen keine Pause. Genau das macht den hausinternen Netzwerk- und Cloud-Schutz zu einem Grundbedürfnis. Das ist auch der Grund, warum Okta (WKN: A2DNKR) bei starken Kursrückgängen an der Börse sehr reizvoll aussieht.

Okta konzentriert sich speziell auf cloudbasierte Identitätsüberprüfungslösungen. Angesichts der Pandemie, die mehr Unternehmen ins Internet geführt hat, konnte sich Okta über stärkere Nachfrage erfreuen. Okta hat sich gut geschlagen, selbst als die USA im zweiten Quartal einen massiven Rückgang des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr verzeichneten.

Der Erfolg von Okta beruht auf zwei Seiten. Erstens bietet man keine Einheitslösung. Vielmehr ermutigt das Unternehmen seine Kunden, neue Lösungen hinzuzufügen. Ein Anstieg der Ausgaben der bestehenden Kunden wird Okta langfristig in die Gewinnzone führen.

Zweitens bezieht das Unternehmen 95 % seiner Einnahmen aus Abonnements. Diese bieten im Allgemeinen ausgezeichnete Gewinnspannen und einen vorhersehbaren Cashflow. Außerdem halten so bestehende Kunden an Okta fest.

Vertex Pharmaceuticals

Der Spezialmedikamentenentwickler Vertex Pharmaceuticals (WKN: 882807) ist eine weitere schlaue Möglichkeit für den Crash.

Vertex’ Stärke ist das Produktportfolio, das auf die Mukoviszidose (CF) abzielt, einer Erbkrankheit. Mukoviszidose ist zwar nicht heilbar, aber das Sortiment an CF-Therapien von Vertex ist zur Standardbehandlung geworden.

Doch die eigentliche Geheimwaffe für Vertex wird die Drei-in-Eins-Kombinationstherapie Trikafta sein. Sie wurde rund fünf Monate früher als erwartet von der US Food and Drug Administration zugelassen. In den Phase-3-Studien hielt Trikafta alle Versprechen.

Obwohl Trikafta erst seit zwei vollen Quartalen auf dem Markt ist, hat es sich zum umsatzstärksten Medikament von Vertex entwickelt. Es hat bereits im ersten Jahr Blockbuster-Status erreicht (d. h. einen Jahresumsatz von über 1 Milliarde USD).

Das Portfolio an CF-Therapien von Vertex dürfte den Umsatz von 4 Milliarden USD im Jahr 2019 auf geschätzte 9,2 Milliarden USD im Jahr 2024 steigern. Trikafta könnte allein auf seinem Jahreshöchststand einen Umsatz von 6 Milliarden USD erreichen.

Yamana Gold

Ein drittes Unternehmen für den Fall eines Crashs ist die Goldaktie Yamana Gold (WKN: 357818). Obwohl Goldaktien traditionell als Absicherung für einen volatilen Markt angesehen werden, scheint die Goldindustrie gut aufgestellt zu sein.

Ein Anstieg der Preise dürfte ein wichtiger Faktor für Yamana sein. Die weltweiten Anleiherenditen sind eingebrochen und es wird erwartet, dass die US-Notenbank ihre Federal Funds Rate zumindest in den nächsten Jahren sehr niedrig halten wird. Mit anderen Worten: Investoren werden es schwerhaben, Renditen über Inflationsniveau zu finden. In Verbindung mit den Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank wird erwartet, dass der US-Dollar unter Druck gerät und Gold gedeihen kann.

Für Yamana Gold gibt es zwei interessante Chancen. Zunächst einmal geht die Produktion von Yamana in die richtige Richtung. Die Mine Canadian Malartic, die sich im Mitbesitz von Agnico Eagle Mines befindet, läuft richtig rund. Die Mine Cerro Moro wurde kürzlich in Betrieb genommen. Mit voraussichtlich 890.000 Unzen Goldäquivalent im Jahr 2020 dürfte Yamana Gold 2021 und 2022 über 1 Million GEO erreichen.

Darüber hinaus hat Yamana Gold in den letzten fünf Jahren hervorragende Arbeit bei der Rückzahlung seiner Schulden geleistet. Zum Ende des letzten Quartals ist die Nettoverschuldung von Yamana Gold auf 768 Millionen USD gesunken.

Goldaktien können einerseits als Absicherung betrachtet werden. Doch Yamana Gold kann während eines Crashs als langfristiges Investment getrost gekauft werden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Okta und empfiehlt Aktien von Vertex Pharmaceuticals. Sean Williams besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 7.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020

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Author: Sean Williams

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